Die Medizinische Fakultät ist ein wesentlicher Bestandteil und eine der Gründungsfakultäten der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, einer der ältesten und ehrwürdigsten Universitäten Deutschlands mit einer mehr als 500-jährigen Geschichte. In Halle kann seit 1694 Medizin studiert werden. Hier wurde 1754 mit Dorothea Christiane Erxleben auch die erste Ärztin Deutschlands promoviert.

Die Medizinische Fakultät verfügt mit Medizin, Zahnmedizin, Evidenzbasierte Pflege (B.Sc.), Gesundheits- und Pflegewissenschaften (M.Sc.) sowie Hebammenwissenschaften (B.Sc.) ab Wintersemester 2021/22 über fünf attraktive Studiengänge in sehr gut ausgestatteten Instituten und Kliniken. Das Studium der Medizin bietet eine hervorragende fächerübergreifende und praxisbezogene Ausbildung in sämtlichen vorklinischen und klinischen Fächern. Halle ist der einzige Ort in Sachsen-Anhalt, an dem eine praxisorientierte zahnmedizinische Ausbildung angeboten wird.

17Institute
2.200Studierende
400Absolvent/innen pro Jahr

Geschichte der Medizinischen Fakultät

Die Medizinische Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg kann in ihrer 300-jährigen Geschichte in Halle auf namhafte Ärzte und Forscher hinweisen, deren wissenschaftliche Leistungen von überregionaler Bedeutung sind. Das Universitätsklinikum hat die Entwicklung der Stadt mitgeprägt. Im Folgenden finden Sie interessante Fakten zur Geschichte.

Bereits in den ersten Jahren des Bestehens übte die Medizinische Fakultät der 1694 gegründeten Academia Fridericiana Halensis eine große Anziehungskraft auf Studenten aus dem deutschsprachigen Raum aus. Verbunden ist diese Entwicklung mit den Namen zweier Ärzte, welche die ersten beiden Ordinariate für Medizin an der Fridericiana besetzten: Friedrich Hoffmann (1660-1742) und Georg Ernst Stahl (1660-1734). Für Hoffmann war die Verbindung von praktisch-ärztlichen Erfahrungen und theoretischer Reflexion Basis für eine erfolgreiche Behandlung. Seine Schilderungen konkreter Symptomatiken und Therapieverläufe gehörten zu den meistgelesenen medizinischen Lehrbüchern des 18. Jahrhunderts.

Im 19. Jahrhundert wandelte sich das Bild der Wissenschaft in Deutschland, die Erforschung des Menschen und seiner Umwelt stand im Mittelpunkt. Die Vereinigte Friedrichs-Universität (Halle und Wittenberg) erlebte in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts eine Welle von Seminargründungen. Auch im Bereich der Medizinischen Fakultät kam es zu zahlreichen Neugründungen von Instituten, die sich teilweise aus bereits existierenden Fachrichtungen bildeten. Einige Beispiele: 1808 Lehrstuhl für Geburtshilfe, 1859 Augenheilkunde, 1880 Pharmakologisches Institut, 1885 Ohrenheilkunde, 1891 Gründung der Klinik für Nerven- und Geisteskrankheiten. 
 
 In der Zeit des Nationalsozialismus wurden zahlreiche Mediziner und Studenten aus der Universität aus politischen und rassistischen Gründen entfernt, dazu zählen Theodor Brugsch, Werner Budde, Theodor Grünberg und Alfred Hauptmann. Andererseits dienten einige Mediziner treu dem nationalsozialistischem Herrschaftssystem, so waren Günther Hennecke und Ernst Baumhard, die in Halle zu Ärzten ausgebildet worden waren, an der Ermordung von geistig Behinderten und psychisch Kranken in Grafeneck und Hadamar beteiligt. Horst Schumann, der ebenfalls in Halle studiert hatte, war an Menschenversuchen im KZ Auschwitz beteiligt. 

Nach dem Krieg nahm die Medizinische Fakultät am 1. Mai 1946 wieder die Arbeit auf. Im Laufe der Jahre orientierte die DDR das Hochschulstudium immer stärker auf die Erziehung einer neuen, marxistischen Elite. Dass mit dem Mauerbau 1961 auch die Wissenschaftsverbindungen in die BRD gekappt wurden, stieß besonders in der Medizinischen und Naturwissenschaftlichen Fakultät auf Widerstand. Die traditionelle Autonomie der Universitäten wurde immer weiter eingeschränkt und zentralistische Strukturen etabliert. 

Mit den politischen und gesellschaftlichen Veränderungen Ende 1989/Anfang 1990 und dem damit verbundenen Ende der DDR begann an der Universität und auch der Medizinischen Fakultät ein grundlegender Erneuerungsprozess. Die Medizinische Fakultät bietet jetzt den Studierenden drei Studienrichtungen an: Humanmedizin, Zahnmedizin sowie Gesundheits- und Pflegewissenschaften. Etwa 2000 Studierende nutzen gegenwärtig die guten Studienbedingungen an modern angerichteten Kliniken und Instituten.

Foto/Abbildung: Archiv der Martin-Luther-Universität

Bereits im 16. Jahrhundert konnte in Wittenberg Medizin studiert werden. Dabei wurde die auf "eigene Betrachtung" (Autopsie) beruhende Anatomie wiederbelebt und 1572 in der Satzung der Medizinischen Fakultät zu einem zentralen Bestandteil des Studiums erklärt. Die Fakultät errichtete zudem ein anatomisches Theater, um die Sektionen auch Besuchern zugänglich zu machen. Der empirische Erkenntnisweg in der Anatomie führte bei der Kurierung von Krankheiten etwa in der Wundbehandlung zu Neuerungen.

In Wittenberg wurde am 21. April 1610 durch drei Professoren und den Wundarzt Jeremias Trautmann der erste erfolgreiche (beschriebene) Kaiserschnitt durchgeführt. Der Wittenberger Konrad Viktor Schneiders berichtete im 17. Jahrhundert über die Funktionen der Schleimhäute und die Anatomie des Nasen-Rachen-Raumes. Ein weiterer wichtiger Mediziner in dieser Zeit war Daniel Sennerts, der sich mit der "chemischen Therapie" von Erkrankungen befasste. Auch einer der Gründerväter der Wittenberger Universität war ein Mediziner: der Leibarzt Friedrichs des Weisen, Martin Pollich (gest. 1513).

Die medizinische Versorgungspflicht der Universität gegenüber den Studenten führte zum Bau universitätseigener Hospitäler. Erstmals wurde 1512 ein solches erwähnt, fünf Jahre später gab es bereits zwei. Etwa 100 Jahre später wurde ein neues Hospital gebaut, wobei die Fenster der Krankenzimmer nicht zum Friedhof zeigen durften. Das Krankenhaus verfügte zudem über einen Küchen- und einen Arzneigarten, zur Versorgung dienten Korn- und Hopfenfelder, zwei Fischteiche und Obstbäume.

Die Entwicklung der Universitätskliniken ist beispielhaft für die Ausbreitung der Universität und ihrer Institute im Stadtgebiet von Halle. Zunächst nutzte die Medizinische Fakultät das 1716 eingerichtete Krankenhaus der Franckeschen Stiftungen für den klinischen Unterricht (Collegium clinicum Halense) – das Medizinstudium wurde durch praktische Unterrichtungen aufgewertet. Ab 1786 wurde unter Johann Friedrich Goldhagen das leer stehende Hospital in Glaucha, später noch weitere Gebäude wie die des Reformierten Gymnasiums in der Stadt genutzt. 1839/40 wurde ein medizinisch-klinisches Gebäude am Domplatz – das erste eigene Gebäude der Fakultät – nach Plänen von Johann Justus Peter errichtet. Bereits im Mittelalter befanden sich in dieser Gegend Einrichtungen der Krankenpflege in Halle. 
 
 Trotz mehrerer Erweiterungen entsprach das Gebäude bald nicht mehr den medizinischen Anforderungen. Von 1876 bis 1884 wurde der zusammenhängende Komplex in der heutigen Magdeburger Straße (damals Maillenbreite genannt und am Rande des Stadtkerns gelegen) erbaut. Die Leitung und Planung hatten die Architekten Ludwig von Tiedemann und Emil Streichert inne. Als erste Einrichtungen des innerstädtisch geschlossenen Bereiches mit einer Grundfläche von 180 mal 450 Metern nahmen 1878 die Chirurgische Klinik und die Frauenklinik ihre Arbeit auf, den Abschluss bildete 1900 das Pharmakologische Institut. Mehrere dieser Gebäude wurden zu Beginn der 50er Jahre des 20. Jahrhunderts aufgestockt und mit Anbauten versehen, um den erneut zunehmenden Platzbedarf zu decken. Ende des 19. Jahrhunderts wurde mit dem Bau der Psychiatrischen und Nervenklinik in der heutigen Julius-Kühn-Straße begonnen. Sie galten als Musterkliniken. Die Finanzierung beider Komplexe erfolgte aus französischen Reparationszahlungen.
 
 In den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts erschloss man für den Bau des damals sogenannten "Klinikums Kröllwitz" (heute Standort Ernst-Grube-Straße) ein neues Areal, das ursprünglich für die Versorgung von Halle-Neustadt gedacht war. 1974 wurde mit dem Bau des Klinikums begonnen, von 1977 bis 1984 erfolgte die Verlegung einzelner Abteilungen in den neuen Komplex. Das zweite Bettenhaus mit etwa 34.000 Quadratmetern Nutzfläche wurde 1981 in Betrieb genommen. 1979 übernahm die Universität das Klinikum
 
 In den ersten Jahren des neuen Jahrhunderts ist das Universitätsklinikum in der Ernst-Grube-Straße wesentlich erweitert worden. Für 153 Millionen Euro entstand ein Erweiterungsbau mit einem 20 Operationssäle umfassenden Zentral-OP, neuen Intensivstationen, einer Blutbank sowie poliklinischen Bereichen und Bettenstationen. Zusätzliche Flächen für Lehre und Forschung wie Hörsäle und Seminarräume sowie eine Bibliothek entstanden, außerdem wurden begonnen, die Bestandsbauten umfassend zu sanieren. Im Frühsommer 2005 nahm das Landeszentrum für Zell- und Gentherapie die Arbeit auf. Seit dem 1. Januar 2006 ist das Universitätsklinikum Halle (Saale) eine Anstalt öffentlichen Rechts.

Friedrich Hoffmann (1660-1742) ist der "Gründervater" der Medizinischen Fakultät der Academia Fricericiana Halensis in Halle, entwickelte den Lehrbetrieb, entwarf Statuten und hielt Vorlesungen über praktische Medizin, Anatomie, Chirurgie sowie Physik und Medizin. Hoffmanns Ruhm als Arzt und Gelehrter wuchs schnell und brachte ihm zahlreiche Beinamen wie "Aesculapius Halensis" ein. Eines seiner "Medikamente", eine Mischung aus Alkohol und Äther, ist unter dem Namen "Hoffmanns Tropfen" bis heute bekannt. Die Natur galt Hoffmann als beste Heilerin.

Hoffmann selbst sorgte dafür, dass mit Georg Ernst Stahl (1660-1734) ein weiterer bekannter Mediziner als Professor an die junge Universität kam. Beide gehörten zu den bedeutendsten Ärzten der Frühaufklärung. Er wies den Selbstheilungskräften der menschlichen Natur eine größere Bedeutung zu als der "Rosskur eines dramatischen Eingriffs". Fast 20 Jahre wirkte Stahl in Halle, bevor er 1715 als königlicher Leibarzt und Präsident des dortigen Collegium Medicum nach Berlin wechselte.
 
In den ersten Jahrzehnten ihres Bestehens trug die Medizinische Fakultät wesentlich zu dem hervorragenden Ruf bei, der die Universität Halle über Deutschland hinaus bekannt machte. Dies ist auch dem Waisenhausarzt Johann Juncker (1679-1759) zu verdanken, dessen praxisorientierter, mit der Armensprechstunde der Franckeschen Anstalten verbundener Unterricht, Studenten und weiterbildungswillige Ärzte aus ganz Europa anzog.

Dorothea Christiana Erxleben (1715-1762) war die erste promovierte Ärztin Deutschlands. Als Tochter eines Quedlinburger Arztes wurde ihr 1754 auf Anordnung des preußischen Königs Friedrich II. der medizinische Doktorgrad der hallischen Medizinischen Fakultät verliehen. In der väterlichen Praxis war sie ärztlich tätig, hatte Auseinandersetzungen mit missgünstigen Kollegen zu bestehen und erzog zusammen mit ihrem Mann Christian Erxleben vier Kinder. Erst mit Beginn des 20. Jahrhunderts wurden Frauen zum Studium in Deutschland generell zugelassen.
 
Noch heute sind die Spuren der Anatomenfamilie Meckel in Halle zu finden. Die Meckelschen Sammlungen gehören mit heute mehr als 8000 Präparaten zu den wichtigsten anatomischen Sammlungen in Deutschland. Die Grundlage dafür bildete die Privatsammlung der Familie Meckel, deren Vertreter Philipp Friedrich Theodor Meckel (1755-1803) die Anatomie Ende des 18. Jahrhunderts zu einer neuen Blüte in Halle brachte. Informationen über die Meckelschen Sammlungen finden Sie hier.
 
Auch Johann Friedrich Goldhagen (1742-1788) und Johann Christian Reil (1759-1813) prägten am Ende des 18. Jahrhunderts das Gesicht der Medizinischen Fakultät in Halle. Als der Vater der deutschsprachigen Psychiatrie und des Wortes "Psychiatrie" gilt der hallische ProfessorReil  - für manchen ist er auch der Gründer der "eigentlichen Psychiatrie". Das Wort "Psychiatrie" hat sich weltweit durchgesetzt.
 
Der Internist Peter David Krukenberg (1787-1865) zählte in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu den bedeutenden Arztpersönlichkeiten in Halle. Institutions-geschichtlich ist sein Name mit der Neugründung der Poliklinik verbunden. Unter seinen Studenten befand sich der als Verfasser des "Struwelpeter" später bekannt gewordene Heinrich Hoffmann.
 
Die Hinwendung der Medizin zu den Naturwissenschaften und die dadurch möglichen modernen Behandlungsmethoden (z.B. Narkose, Asepsis beim Operieren) repräsentiert in besonderer Weise der Chirurg Richard von
Volkmann (1830-1889), der in der zweiten Jahrhunderthälfte zu den 
führenden Operateuren Deutschlands zählte. Er hat sich um die antiseptische Wundbehandlung verdient gemacht und wurde zum Wegbereiter der orthopädischen Chirurgie.
 
Am Anfang des gerade zu Ende gegangenen Jahrhunderts ist Franz Volhard (1872-1950) zu nennen, dessen Nierenforschungen ("nephrotisches Syndrom") neue Wege wiesen. In den 20er Jahren war der Internist Theodor Brugsch (1878-1963) an der Diskussion um den Ganzheitsanspruch in der Medizin maßgeblich beteiligt. Brugsch wurde während der Zeit des Nationalsozialismus aus dem Universitätsdienst entfernt, da er sich nicht von seiner Frau, die jüdischer Herkunft war, trennen wollte. 

Zwischen der Medizinischen Fakultät und der ältesten deutschen wissenschaftlichen Akademie, der in Halle ansässigen "Leopoldina", bestanden enge Verbindungen durch den Physiologen und Chemiker Emil Abderhalden (1877-1950), der als umstritten gilt.

Nach 1945 bildeten die Herz-Thorax-Chirurgie sowie die Behandlung der Nierenerkrankungen vorrangige Ziele der therapeutisch-klinischen Forschung. 1967 führte Heinz Rockstroh (geb. 1920) in Halle die erste Nierentransplantation in der DDR durch.

Foto/Abbildung: Archiv der Martin-Luther-Universität

Dekane der Halleschen Medizinischen Fakultät seit 1945

 Gekle, Michael Prof. Dr. med.
 * 20.03.1963 Rexingen
 Dekan von 2010 - heute
 Fachgebiet: Physiologie

Zierz, Stephan Prof. Dr. med.
 * 20.07.1954 Heidelberg
 Dekan von 2006 - 2010
 Fachgebiet: Neurologie

Fischer, Bernd Prof. Dr. med. Dr. agr.
 * 25.08.1949 Mülheim a.d. Ruhr
 Dekan von 2003 - 2006
 Fachgebiet: Anatomie

Osten, Bernd Prof. Dr. med.
 * 18.07.1941 Stralsund 
 Dekan 2000 - 2003 
 Fachgebiet: Innere Medizin

Zierz, Stephan Prof. Dr. med.
 * 20.07.1954 Heidelberg 
 Dekan von 1996 -2000 
 Fachgebiet: Neurologie 

Rath, Friedrich-Wilhelm Prof. Dr. med. habil. 
 * 26.10.1936 Sonneberg 
 Dekan von Dez. 1992 - 1996
 Fachgebiet: Pathologie 

Tost, Manfred Prof. Dr. sc. med. habil. 
 * 17.06.1930 Halle 
 Dekan von 01.05.1992 - 13.12.1992
 Fachgebiet: Augenheilkunde

Aurich, Harald MR Prof. Dr. sc. med 
 * 23.04.1932 Oberhohndorf 
 verst. 10.04.2005
 Dekan von 1986 - 1992 
 Fachgebiet: Biochemie 

Zett, Leo Prof. Dr. sc. 
 * 04.03.1929 
 verst. 21.10.1995
 Dekan von 1979 - 1986
 Fachgebiet: Physiologie

Renker, Karlheinz Prof. Dr. med. habil.
 * 19.05.1921 Pirna-Copitz 
 verst. 06.01.1982 Halle (Saale)
 Dekan von 1973 - 1979 
 Fachgebiet: Sozialhygiene 

Weingärtner, Lothar Prof. Dr. 
 * 23.09.1910 Düren
 verst. 26.01.1991 Halle (Saale)
 Dekan von 1970 - 1973
 Fachgebiet: Pädiatrie

Freye, Hans-Albrecht Prof. Dr. rer. nat. 
 * 28.01.1923 Aschersleben 
 verst. 24.05.1994 Halle (Saale)
 Dekan von 1967 - 1970
 Fachgebiet: Biologie

Jakobi, Harry Prof. Dr. med.
 * 24.12.1916 Lodz
 Dekan von 1964 - 1967
 Fachgebiet: HNO 

Sommer, Karlheinz Prof. Dr. med. habil. 
 * 23.03.1907 Neulirch 
 verst. 18.07.1989 Berlin 
 Dekan von 1962 - 1964 
 Fachgebiet: Frauenheilkunde und Geburtshilfe 

Bruns, Günter Prof. Dr. med.
 * 03.02.1914 Berlin 
 Dekan von 1960 - 1962
 Fachgebiet: Pathologie 

Sommer, Karlheinz Prof. Dr. med. habil.
 * 23.03.1907 Neulirch 
 verst. 18.07.1989 Berlin 
 Dekan von SoSe 1958 - 28.09.1960
 Fachgebiet: Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Reichenbach, Erwin Prof. Dr. med., Dr. med. dent., Dr. h.c.
 * 01.08.1897 Augsburg 
 verst. 24.01.1973 Halle (Saale)
 Dekan von 1956 - 1958
 Fachgebiet: Zahnmedizin 

Hanson, Horst Prof. Dr. habil. 
 * 05.06.1911 Lauchhammer
 verst. 02.07.1978 Halle (Saale)
 Dekan von 1954 - 1956
 Fachgebiet: Biochemie 

Winkler, Wolfgang Friedrich Prof. Dr. med.
 * 30.08.1890 Dresden 
 Dekan von 1952 - 1954 
 Fachgebiet: Lehrstuhl für Hygiene

Kraatz, Helmut Prof. Dr. med. 
 * 06.08.1902 Lutherstadt Wittenberg
 verst. 13.06.1983 Berlin
 Dekan WiSe 1950/51 - 01.01.1952
 Fachgebiet: Frauenheilkunde 

Hertwig, Paula Prof. Dr. phil. habil., Dr. med. h.c.
 * 11.10.1889 Berlin 
 verst. 31.03.1983 Villingen
 Dekan von 1948 - 1950
 Fachgebiet: Biowissenschaften 

Budde, Werner Prof. Dr. med. habil.
 * 01.09.1886 Konstantinopel 
 verst. 28.08.1960 Halle (Saale)
 Dekan von Nov. 1945 - Aug. 1948
 Fachgebiet: Chirurgie 

Die Medizinische Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und das Universitätsklinikum Halle (Saale) können auf Basis einer Vergaberichtlinie gemeinsam oder einzeln eine Ehrenmedaille für Verdienste um die hallesche Universitätsmedizin vergeben.

Die Medaille ist die höchste Auszeichnung der halleschen Universitätsmedizin. Sie ist in Silber und Bronze verfügbar und wird - je nach Anlass - in verschiedenen Hüllen übergeben. 

Folgende Persönlichkeiten wurden mit der Ehrenmedaille in Silber ausgezeichnet: 

  • 19.06.2010 – Achim Lipp „in Würdigung seiner Verdienste um die Universität und insbesondere um die Medizinische Fakultät“
  • 04.07.2014 – Prof. Dr. med. Frank Christ „in Würdigung besonderer Verdienste um die Fortentwicklung der Lehre an der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg“
  • 03.07.2015 – Dr. med. Simone Heinemann-Meerz „in Würdigung ihrer Verdienste zum Erhalt der halleschen Universitätsmedizin“
  • 18.06.2016 – Dr. med. dent. Frank Dreihaupt „in Würdigung besonderer Verdienste um die Entwicklung und den Erhalt der Zahnmedizin an der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg“ 

Die Medaille ist im Jahr 2010 gemäß Vereinbarung des damaligen Fakultätsvorstandes vom halleschen Künstler Prof. Bernd Göbel, hallescher Bildhauer und Hochschullehrer an der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design (bis 2008) sowie Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Medaillenkunst, als Auftragswerk geschaffen worden. Die Firma Andreas Richter, Papierkunst und Grafikdesign aus Dobis, hatte 2010 die Gestaltung einer Medaillen-Mappe mit einer Ausstanzung für die Medaille (für Messingmedaille), ebenso die Gestaltung eines Etuis samt Mappe (für Silbermedaille) übernommen.