Neuroendokrine Neoplasien

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Viele Patienten mit neuroendokrinen Erkrankungen bedürfen aufgrund der Komplexität einer interdisziplinären Behandlung, die eine enge Zusammenarbeit verschiedener Spezialisten voraussetzt.

Um Ihnen und Ihren Patienten die bestmögliche Betreuung, Diagnostik und Therapie anbieten zu können, wurden am Interdisziplinären Zentrum für Neuroendokrine Tumore des Universitätsklinikum Halle (Saale)  verschiedene Sprechstunden und Konferenzen etabliert. Weiterhin besteht eine enge Zusammenarbeit mit Patienten-Selbsthilfegruppen, um eine Betreuung über den klinischen Alltag hinaus zu gewährleisten.

Für die Diagnosestellung und Klassifikation von neuroendokrinen Neoplasien sind modernste Verfahren notwendig. Diese werden in unserem Zentrum angeboten. Neben der Sonografie, der Kontrastmittel-Sonografie, der Endosonografie inklusive Elastografie stehen alle bildgebenden Verfahren (CT, MRT) bis hin zur Positronen-Emissions-Computertomografie (PET-CT) zur Verfügung. Speziell bei den gut differenzierten neuroendokrinen Tumoren ist das Gallium-68-PET/CT ein wichtiges diagnostisches Verfahren, da neuroendokrine Tumore oftmals besondere Oberflächenrezeptoren, die sogenannten Somatostatinrezeptoren aufweisen.

Um unsere Patienten nicht nur stationär bestmöglich betreuen und beraten zu können, bieten wir interdisziplinär geführte Spezialsprechstunden für das komplette Spektrum der neuroendokrinen Neoplasien an.  

In den Sprechstunden können alle Befunde ausführlich mit den Patienten besprochen und das weitere Vorgehen geplant werden. Sollte eine stationäre Aufnahme notwendig werden, kann diese über unser Belegmanagement vereinbart werden. 

Alle Patienten, bei denen der Verdacht auf eine neuroendokrine Neoplasie besteht, werden in einer Tumorkonferenz besprochen, an der alle entscheidenden Fachdisziplinen beteiligt sind. Hier wird das Therapiekonzept gemeinsam festgelegt. Wenn Sie eine Zweitmeinung mit Vorstellung in der Tumorkonferenz einholen möchten, ist dies nach Terminvereinbarung über das Sekretariat der Klinik für Innere Medizin I oder der Klinik für Viszerale, Gefäß- und Endokrine Chirurgie,  jederzeit möglich.   

Neben eigenen grundlagenwissenschaftlichen Aktivitäten im Bereich der neuroendokrinen Neoplasien bieten wir das komplette Spektrum an systemischen und lokalen Therapie für neuroendokrine Tumore (NET) und neuroendokrine Karzinome (NEC) an. Aktuell beteiligen wir uns an mehreren multizentrischen deutschlandweiten Studien.

  • RamuNET-Studie für Patienten mit Pankreas-NET (Studienleitung Halle Prof. Michl)
  • AveNEC-Studie für Patienten mit neuroendokrinen Karzinomen (Studienleitung Mainz Prof. Weber)
  • NET-Register: retro- und prospektive Observationsstudie für alle NEN Patienten

Wenn Sie sich oder Ihre Patienten bei uns vorstellen möchten, bitten wir um eine Terminvereinbarung unter den genannten Telefonnummern (Telefon:+49 345 557 7233, Telefax:+ 49345 557 7232). Wir danken Ihnen für Ihr Vertrauen und freuen uns Ihnen helfen zu können.

Herzlichst

Prof. Dr. med. P. Michl, Klinik für Innere Medizin I  
Prof. Dr. med. J. Kleeff, Klinik für Viszeral, Gefäß- und Endokrine Chirurgie 
Prof. Dr. med. K. Lorenz, Klinik für Viszeral, Gefäß- und Endokrine Chirurgie 
PD Dr. med. S. Krug, Klinik für Innere Medizin I
Dr. med. T. Kegel, Klinik für Innere Medizin IV