Die Klinik für Innere Medizin IV ist in die Lehre der Medizinischen Fakultät sowie anderer Fakultäten involviert. Für die Organisation, Koordination und Kommunikation dient Fachbereichs-übergreifend die Plattform Stud.IP (www.studip.uni-halle.de).
Studieninhalte und Veranstaltungen sind zu inhaltlich in sich geschlossenen Einheiten, sogenannten Modulen, zusammengefasst. Für unser Modul Systemerkrankungen liegt ein Lernzielkatalog vor, der Inhalte und Qualifikationsziele sowie Lehr- und Lernformen transparent aufführt. Prüfungen und Scheinvergaben erfolgen weiterhin fächerbezogen. 

 

Im Rahmen des neuen klinischen Curriculums wurde die Lehre für die Studenten der Medizin „modularisiert“.  Hierdurch wurden Studieninhalte und Veranstaltungen zu größeren, in sich abgeschlossenen inhaltlichen Einheiten zusammengefasst. Der rein fächerbezogene Unterricht wurde von der interdisziplinären Lehre abgelöst, auch wenn die Prüfungen und Scheinvergaben weiter fächerbezogen erfolgen. Für jedes Modul existiert ein Lernzielkatalog, der  Inhalte und Qualifikationsziele sowie Lehr- und Lernformen enthält. Im Rahmen der modularen Lehre werden verschiedene Unterrichtsformen wie  Vorlesung, Seminar, Blockpraktikum und der Unterricht am Patienten angewandt. 

Die Klinik für Innere Medizin IV ist verantwortlich für die Organisation und die Durchführung des Moduls „Benigne und Maligne Systemerkrankungen“. Dieses Modul umfasst Vorlesungen und Seminare, die im 5. und 6. Semester angeboten werden. Referenten der Kliniken für Innere Medizin II und IV, der Klinik für Strahlentherapie und der Institute für Humangenetik, Immunologie, Mikrobiologie, Pathologie und Pharmakologie sind daran beteiligt. 

Die Seminare im Rahmen des Moduls „Benigne und Maligne Systemerkrankungen“ richten sich an die Studenten des 6. Fachsemesters Medizin, bauen auf den Inhalten der gleichnamigen Vorlesung auf und erlauben das Erreichen einer höheren Kompetenzstufe für die im Lernzielkatalog definierten Ziele. 

 

Hauptvorlesung

Die Hauptvorlesungen werden von allen vier Kliniken für Innere Medizin durchgeführt. Die KIM IV ist mit fünf Lehrveranstaltungen an der Durchführung der Hauptvorlesungen beteiligt. Inhalte der Vorlesungen sind die Prinzipien der Tumortherapie, gastrointestinale Tumoren, Leukämien, Lymphome, Myelome und Gerinnungsstörungen.

 

Blockpraktikum

Unter Aufsicht der Stationsärzte werden den Studierenden Patienten zur Betreuung zugewiesen. Hierbei sollen die Studierenden ihre theoretisch erworbenen Kenntnisse bei der Untersuchung der Patienten, der Abklärung von Differentialdiagnosen und der sachgerechten Therapie praxisnah anwenden. 

Im Rahmen der klinischen Ausbildung bietet unsere Klinik die Möglichkeit zur Famulatur an.  Aus unserer Erfahrung profitieren die Studenten insbesondere von Famulaturen, die über einen längeren Zeitraum erfolgen. Falls Sie Interesse an einer Famulatur in unserer Klinik haben, sollten Sie daher zumindest 3 Wochen dafür einplanen. Zur Anmeldung wenden Sie sich bitte an unser Lehrkoordination (Frau Lauer) per Email innere4.lehreuk-hallede  oder per Telefon (0345 557 1976) um entsprechende Termine zu vereinbaren. 

 

Erfahrungsbericht vom August 2013: 

Ich war nach dem 8. Semester im Sommer für drei Wochen auf der Station 10 der KIM IV zur Famulatur. Während dieser Zeit hat es mir dort durchweg sehr gut gefallen, ich hatte viel Spaß an den Aufgaben und habe eine Menge an praktischen und theoretischen Dingen gelernt.

Zu den Aufgaben, die ich selbst erledigen durfte, zählten: Blut abnehmen, Flexülen legen, Port anstechen, Blutkulturen abnehmen und Patientenaufnahmen mit dazugehörigen Untersuchungen durchführen. Außerdem durfte ich bei folgenden Tätigkeiten assistieren und diese teils (natürlich unter Aufsicht) selbst durchführen: Ultraschall, Knochenmarkpunktionen, Pleura-, Aszites-, Lumbalpunktion, ZVK-Anlage, Chemotherapeutika verabreichen. 

So war ich gut in den Stationsalltag integriert, konnte mittags an der Röntgenbesprechung teilnehmen und natürlich jederzeit Fragen stellen, die freudig aufgenommen und beantwortet wurden.

Fazit: Jederzeit wieder und nur weiterzuempfehlen!

R. T.  (auf Wunsch der Studentin ohne Namensnennung) 

Studenten, die ihr praktisches Jahr im Bereich Innere Medizin am Universitätsklinikum ableisten möchten, sind an unserer Klinik herzlich willkommen. Wir garantieren eine  praxisnahe und lehrreiche Ausbildung mit der Möglichkeit, unter entsprechender Aufsicht, eigene Patienten zu betreuen. Insbesondere auch praktische Fertigkeiten wie z. B. Knochenmarkpunktionen, Punktionen von Aszites oder Pleuraerguss sowie die Anlage zentralvenöser Katheter, also das Rüstzeug der Inneren Medizin, gehören zu unserer täglichen Routine und werden entsprechend auch den Studenten vermittelt. Für weitere Informationen stehen Ihnen die jeweiligen Stationsärzte bzw. auch das Sekretariat zur Verfügung. Neben der üblichen PJ-Vergütung des Universitätsklinikums können wir Ihnen die Arbeit in einem engagierten und kollegialen Team bieten.

 

Wir haben ehemalige Studenten, die ihr PJ in unserer Klinik absolviert haben, gebeten ihre Erfahrung kurz niederzuschreiben; nachfolgend finden Sie einen Erfahrungsbericht im Originaltext:

Ich habe 2010 eines meiner PJ-Tertiale auf der Station 11 der Klinik für Innere Medizin IV (Onkologie) in der Uniklinik  Halle absolviert und kann die Station nur weiterempfehlen. 

Zu dieser Zeit war Herr Behlendorf Stationsarzt, eine Assistenzärztin und noch ein weiterer PJ-ler mit mir zusammen eingeteilt. Die Klinik war mir schon durch meine Doktorarbeit und eine Stelle als studentische Hilfskraft bekannt. 

Ich wurde sehr freundlich aufgenommen. Das Arbeitsklima war fröhlich und auch die Zusammenarbeit mit dem Pflegepersonal lief völlig problemlos und eher freundschaftlich. 

Die Aufgabenbereiche als PJ-ler waren weit gefasst und reichten von Blutentnahmen, Flexülen legen und Patientenaufnahmen bis hin zu ZVK-Anlagen Aszites-  und Knochenmarkspunktionen. Ich war immer bei der Visite dabei und durfte gegen Ende des Tertials sogar meine „eigenen Patienten“ betreuen – von der Aufnahme bis zum Entlassungsbrief. Die von mir aufgenommen Patienten wurden im Nachhinein immer besprochen und die nötigen diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen diskutiert. 

Des Weiteren wurden, gelegentlich prüfungsrelevante internistische Themen beleuchtet und immer wieder Fragen an gegebener Stelle gestellt (natürlich ohne jeden Verhörcharakter), um das Gehirn auch während des PJ´s aktiv zu halten. Es gab eine wöchentliche Fortbildung im Rahmen der Frühbesprechung für die gesamte internistische Abteilung und einmal pro Monat eine speziell onkologische Fortbildung. 

Insgesamt haben ich einen sehr guten Eindruck in den onkologischen Stationsalltag bekommen, aber vor allem auch internistisch viel gelernt, denn onkologische Patienten sind selten nur krebskrank, sondern haben meist viele Nebenerkrankungen, die ebenfalls mit versorgt werden. Alles in Allem also eine sehr empfehlenswerte Klinik. 

Viel Spaß beim PJ und Glück beim Examen!

Franziska Wegner

Zu Beginn des Blockpraktikums Innere Medizin erhalten die Studierenden zusätzlich Kleingruppenunterricht am Krankenbett. Hierdurch soll gewährleistet sein, dass jeder Studierende in die Besonderheiten der Anamnese- und Befunderhebung bei speziellen Erkrankungen aus dem gesamten Gebiet der Inneren Medizin eingewiesen wird. Dazu erfolgt der Unterricht am Patienten in einer Gruppe von wenigen Studierenden und einem Dozenten.

Am Institut für Agrar- und Ernährungswissenschaften der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg wird der Masterstudiengang Ernährungswissenschaften mit dem Schwerpunkt „Ernährungsmedizin“ angeboten. Im 3. Fachsemester absolvieren die Studenten das Modul „Innere Medizin“ (Modulverantwortlicher: Prof. M. Girndt) und besuchen Vorlesungen der Kliniken für Innere Medizin. Die Klinik für Innere Medizin IV ist mit Vorlesungen zu „Ernährung und Karzinogenese“, „Mangelernährung bei Tumorpatienten“ und „Leitlinien zur Ernährungstherapie bei onkologischen Patienten“ an der Lehre beteiligt. 

Für Studenten des 9. Semesters der Zahnmedizin wird die Vorlesung „Innere Medizin“ jeweils zum Wintersemester angeboten. Die KIM IV beteiligt sich an der Veranstaltung mit Vorlesungen zu hämatologischen und onkologischen Themen.