Die Schwerbehindertenvertretung agiert eigenständig als Interessenvertretung der Beschäftigten mit Schwerbehinderung. Sie untersteht strukturell dem Kaufmännischen Direktor.

Die Schwerbehindertenvertretung hat folgende Aufgaben:

  • Prüfung freier Arbeitsplätze, die für schwerbehinderte Menschen infrage kommen
  • Förderung und Schutz schwerbehinderter Menschen
  • Beratungs-, Vorschlags- und Initiativrecht
  • Schutz der Gesundheit von Beschäftigten mit Schwerbehinderung
  • Anregungen und Beschwerden entgegennehmen und Abhilfe schaffen
  • Überwachung, ob Gesetze, Verordnungen, Tarifverträge und Dienstvereinbarungen eingehalten werden

Die Aufgaben der Schwerbehindertenvertretung sind im Neunten Buch des Sozialgesetzbuches – kurz SGB IX – festgelegt. Weitere Vorschriften, insbesondere für die Zusammenarbeit mit dem Personalrat, enthält das Landespersonalvertretungsgesetz Sachsen-Anhalt (PersVG  LSA).

Der Arbeitgeber muss die in den Paragraphen §§154-155 und §164-167 SGB IX auferlegten Verpflichtungen erfüllen.

Die Schwerbehindertenbeauftragte nimmt an folgenden Sitzungen teil:

  • Arbeitsschutz-Ausschuss
  • Bauvorhaben
  • BEM-Gespräch (Betriebliches Eingliederungsmanagement)
  • Arbeitsplatz-Begehungen
  • Personalrat

An folgenden Verfahren ist die Schwerbehindertenbeauftragte beteiligt:

  • Bewerberauswahlverfahren
  • Einstellungen
  • Kündigungen
  • Abmahnungen
  • Personalgesprächen
  • Personellen Maßnahmen
  • Einblicke in Protokolle und andere Unterlagen der Arbeitnehmervertretung
  • Recht auf Einsicht aller Bewerberunterlagen
  • Gefährdungsbeurteilungen

Die Schwerbehindertenbeauftragte fördert die Eingliederung schwerbehinderter und gleichgestellter Menschen. Sie nimmt an allen Bewerbungsverfahren teil, an denen schwerbehinderte oder gleichgestellte Bewerberinnen und Bewerber beteiligt sind.

Gewählt werden die Schwerbehindertenvertretung und deren Stellvertretung von den Beschäftigten mit Schwerbehinderung.

Die nächste Wahl findet im November 2022 statt. Eine Amtszeit beträgt vier Jahre.

  • Wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Beratung und Unterstützung benötigen, etwa bei der Beschaffung von Hilfsmitteln (höhenverstellbare Schreibtische, Stühle, Tastaturen, PCs für blinde oder sehbehinderte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Telefonzentrale) u.a.).
  • Wenn Beschäftigte Hilfe benötigen beim Ausfüllen diverser Anträge (z.B. Gleichstellungen, Reha-Kur, Antrag wegen einer Schwerbehinderung).
  • Bei Umsetzungen, Kündigung, Abmahnung, krankheitsbedingter Kündigung
  • Mitarbeitergespräche, z.B. zur Wiedereingliederung nach langer Krankheit
  • Die Schwerbehindertenbeauftragte berät zu allen dienstlichen Belangen der schwerbehinderten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Einmal in der Woche wird eine Sprechstunde angeboten.