Ziel des Austauschprogrammes ist der Aufbau eines produktiven Forschungsnetzwerkes zwischen biomedizinischen Forschungseinrichtungen an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) und in Oxford (Großbritannien).

Neben mehrmonatigen Forschungspraktika von Mitarbeitenden und Studierenden und einer Vortragsreihe werden längerfristige Austausche im Rahmen von Kooperationen, Symposien, Einladungen von Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftlern aus Oxford sowie insbesondere eine biomedizinisch forschende Nachwuchsgruppe mit Kooperationspartnern in Oxford gefördert. Hierdurch soll die begonnene Profilbildung der Medizinischen Fakultät im Bereich Molekulare Medizin vorangetrieben werden.

Stark positive Effekte sind insbesondere im Bereich der Internationalisierung und der qualitativ hochwertigen Nachwuchsförderung zu sehen. Wir erwarten durch dieses Kooperationsnetzwerk mit einem Förderzeitraum von Dezember 2016 bis Dezember 2022 auch wesentliche innovative Impulse für die Wirtschaft des Landes Sachsen-Anhalt.

HAL-OX, das internationale Forschungsnetzwerk Halle - Oxford 'Disease Biology and Molecular Medicine', wurde 2014 von der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) mit dem Ziel initiiert, den Forschungsaustausch und die wissenschaftliche Exzellenz zwischen biomedizinisch Forschenden der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und biomedizinischen Forschungsinstituten in Oxford (Großbritannien) zu fördern.

Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg verfügt aus historischen Gründen über gut entwickelte akademische Verbindungen in den Osten (Polen, Russland, China etc.), aber weit weniger über einen Austausch mit Großbritannien, eine der führenden Forschungsnationen in Europa und auch ein bedeutender Handelspartner des Landes Sachsen-Anhalt.

Das Projekt wurde zunächst mit einer Anschubfinanzierung durch das Land Sachsen-Anhalt (35.000 EUR) sowie finanzieller und personeller Unterstützung durch die Stadt Halle (Saale) und die Open-Access-Zeitschrift CELL COMMUNICATION AND SIGNALING gestartet.

Im Jahr 2017 erhielt HAL-OX Fördermittel aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) der Europäischen Union (EU), die derzeit bis Ende 2022 laufen und ca. 2,1 Millionen EUR von der EU umfassen (zuzüglich eines Beitrages der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in Höhe von 20%).

Die Unterstützung der Karriereentwicklung von Nachwuchsforschenden durch Forschungsstipendien, Reisekostenzuschüsse usw. ist ein wichtiger Bestandteil des HAL-OX-Forschungsnetzwerkes. Antragsberechtigt sind sowohl Medizinstudierende als auch Studierende sowie Absolventinnen und Absolventen der Naturwissenschaften mit Verbindungen zur medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Aber auch leitendes Forschungspersonal kann von diesem Programm profitieren, z.B. im Rahmen von beruflicher Weiterbildung, Konferenzen oder Kooperationen. HAL-OX finanziert auch eine Juniorprofessur und eine Nachwuchsforschungsgruppe mit mehreren Stellen für wissenschaftliche Mitarbeitende.

Tenure-track Jun.Prof. Dr. Michael Böttcher, ein Experte für CRISPR-basierte Technologien, hat im April 2019 seine Arbeit am Institut für Molekulare Medizin aufgenommen, das im Charles-Tanford-Proteinzentrum angesiedelt ist.

Darüber hinaus organisiert HAL-OX eine hochkarätige Vortragsreihe, zu der prominente Forschende aus Oxford, aber gelegentlich auch aus anderen internationalen Forschungszentren eingeladen werden. Die Vorträge und die sich anschließenden Empfänge und Abendessen bieten auch Gelegenheit zum zwanglosen Networking und für Studierende, um mehr über potenzielle Gastforschergruppen zu erfahren. Das HAL-OX-Netzwerk wird von dem Tumorbiologen Prof. Stephan Feller organisiert.

HAL-OX Projektkoordinator und verantwortlich für den Inhalt der Internetseite: Prof. Stephan Feller

Medizinische Fakultät
der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Institut für Molekulare Medizin
Arbeitsgruppe Tumorbiologie
Charles-Tanford-Proteinzentrum
Kurt-Mothes-Straße 3a
06120 Halle (Saale)
Telefon: 0345 552 2915
stephan.felleruk-hallede


HAL-OX Sekretariat: Tanja Wolf

Medizinische Fakultät
der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Institut für Molekulare Medizin
Charles-Tanford-Proteinzentrum  
Kurt-Mothes-Straße 3a
06120 Halle (Saale)
Telefon: 0345 557 3862
tanja.wolfuk-hallede

Auf dem Flyer gibt es einen Überblick über die eingeladenen Gastwissenschaftler für die Vortragsreihe, die Nachwuchsforschergruppe sowie die geförderten Stipendiaten.