Die COVID19-Pandemie hält seit Anfang 2019 die Welt in Atem.

Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe sowie weitere Fachgesellschaften haben bereits frühzeitig Empfehlungen getroffen und Leitlinien für den Umgang mit Schwangeren während der Pandemie initialisiert.

Diese Empfehlungen setzen wir in unserer täglichen Arbeit um, in dem wir sie an die strukturellen, baulichen und organisatorischen Gegebenheiten in unserer Klinik sowie die aktuell gültige Eindämmungsverordnung des Landes Sachsen-Anhalt und Allgemeinverfügung der Stadt Halle (Saale) anpassen.

 

Was bedeutet das für Sie als Schwangere ?

Bei ambulanten Terminen in unserer geburtshilflichen Ambulanz (z.B. Ultraschalluntersuchungen, zur Geburtsplanung) darf eine Begleitperson (mit Nachweis von 3G) anwesend sein.
Bei ambulanten Vorstellungen im Kreißsaal (z.B. CTG-Kontrolle, Notfallvorstellungen) ist keine Begleitperson erlaubt.

Wenn Sie sich zur Geburt mit Wehen oder Blasensprung im Kreißsaal vorstellen, wird bei Ihnen sowohl ein COVID-19-Schnelltest als auch eine sog. PCR durchgeführt. Im Kreißsaal dürfen Sie als kreißende Frau den Mund-Nasen-Schutz zur besseren Atmung unter der Geburt ablegen. Bei COVID-19-positiven Frauen empfehlen wir, den Mund-Nasen-Schutz so viel wie möglich auch unter der Geburt zu tragen.

Zur Geburt darf weiterhin eine im Haushalt mit Ihnen lebende Person (zumeist ist dies der Partner/die Partnerin) im Kreißsaal anwesend sein. Diese Person wird vor Eintritt in den Kreißsaal mittels eines COVID-19-Schnelltests getestet (kostenlos) und darf nach negativem Testergebnis (ca. 15min nach Testbeginn) den Kreißsaal betreten. Diese Person muss jedoch während der gesamten Zeit im Kreißsaal den Mund-Nasen-Schutz tragen. Die entsprechenden Masken erhalten Sie und der Partner/die Partnerin bereits kostenlos beim Betreten des Uniklinikums.

Ab 04.06.2021 ist ein Besuch auf Wochenstation täglich von 15-19 Uhr (18 Uhr letzter Einlass) möglich. Voraussetzung ist, dass Besucher geimpft, genesen oder nachweislich negativ getestet sind. Die Besucher müssen dabei am Eingang den Nachweis des Immunstatus vorweisen. Grundsätzlich wird für die Besucherfrequenz die 2:1:1-Regel (ab 26.06.21) festgelegt: Ein Patient kann ab dann zwei Besucher pro Tag für eine Stunde empfangen. (Pressemitteilung)

Ab 02.06.21 sind auch Familienzimmer unter bestimmten Voraussetzungen (Infoblatt) möglich. Hierzu zählt, dass der Partner/die Partnerin geimpft, genesen oder nachweislich negativ getestet ist und im stationären Verlauf kein weiterer Besuch empfangen wird.

 

Was passiert, wenn Sie als Schwangere positiv auf COVID-19 getestet wurden ?

In der Betreuung der Schwangerschaft, der Geburt und dem Wochenbett darf aus diesen Gründen selbstverständlich kein Nachteil entstehen. Ganz im Gegenteil: Nach positiven COVID-19-Test sollten regelmäßige sonographische Kontrollen ambulant erfolgen. Eine vorzeitige Geburtseinleitung oder gar ein Kaiserschnitt sind bei einer umkomplizierten Infektion nicht notwendig. Wir würden Sie bitten, dass Sie sich im Falle eines positiven COVID-19-Tests im Kreißsaal dennoch telefonisch (0345 557 3036) ankündigen, damit wir die notwendigen Hygiene- und Schutzmaßnahmen, z.B. auch für andere Patientinnen, treffen können. Im Kreißsaal und unter der Geburt werden COVID-19-positive Patientinnen isoliert, aber unter verstärkten Hygienemaßnahmen genauso betreut, wie auch COVID-19-negative. Weder in der menschlichen noch in der medizinischen Betreuung dürfen hier Nachteile entstehen.

Nach der Entbindung werden Sie und Ihr Kind auf der Wochenstation in speziell dafür vorgesehenen Isolierzimmern versorgt. In diesen Zimmern besteht die Möglichkeit einer Ein- und Ausschleußung von Personal unter den geforderten hygienischen Standards. Auch hier entstehen für Sie in der Betreuung dennoch keine Nachteile.

Als Universitätsklinikum melden wir alle COVID19-positiven Fälle, die in Schwangerschaft, Geburt oder Wochenbett auftreten anonymisiert im CRONOS-Register, um weitere Daten und Erfahrungen gewinnen zu können. Über das NAPKON-Netzwerk des Bundesministeriums für Bildung und Forschung sind wir zudem geburtshiflich vertreten, um weitere Expertise einzubringen, aber auch für unsere Arbeit zu erhalten.