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09.06.2016

Jubiläumskonzert: Orchester der Medizinischen Fakultät feiert 20. Geburtstag


Mit einer Welturaufführung eines Werkes von Jens Marggraf („Finsterer Zeit entronnen“) und Werken von Wolfgang Amadeus Mozart, Jean Sibelius und Edward Elgar gestaltet das Orchester der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität am Mittwoch, 15. Juni 2016, das Jubiläumskonzert des Orchesters. Dieses kann in diesem Jahr auf 20 Jahre musikalischer Arbeit zurückblicken. Das Konzert findet in der Aula der Martin-Luther-Universität (Löwengebäude, Universitätsplatz 11) statt und startet um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten. Die Leitung hat Dr. Volker Thäle inne, Solistin ist Elke Lange (Flöte, Staatskapelle Halle).  

Hintergrund: Dr. Volker Thäle, Leitender Oberarzt der Universitätsklinik und Poliklinik für Geburtshilfe und Pränatalmedizin und Gründer des Orchesters erzählt, wie alles begann und wie sich das Orchester in den vergangenen beiden Jahrzehnten entwickelt hat:

„Das Orchester der Medizinischen Fakultät (OMF) der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg wurde im Januar 1996 gegründet. Bestand es zunächst nur aus einem Doppelquartett musikbegeisterter Mediziner, die sich zu wöchentlichen Proben im Hörsaalvorraum der damaligen Universitätsfrauenklinik in der Magdeburger Straße trafen, zeugt die schnell zunehmende Zahl der Musiker/Innen von der wachsenden Beliebtheit des Klangkörpers. Bereits im April des Gründungsjahres kam es zu einem ersten kleinen Konzert vor Patientinnen und Mitarbeiterinnen in der Universitätsfrauenklinik. Auf dem Programm standen zwei Concerti grossi op.6 von Georg Friedrich Händel, der mit seinem schier unerschöpflichen musikalischen Werk zum integralen Bestandteil des Repertoires des Ensembles wurde. Im Laufe des Bestehens des Orchesters erklangen immer wieder Werke des halleschen Meisters. 

Durch diesen ersten öffentlichen Erfolg gestärkt, beantragte das junge Ensemble bei der Medizinischen Fakultät unter dem Dekanat von Prof. Dr. Friedrich-Wilhelm Rath den offiziellen Status einer „Kammermusikvereinigung“, dem nach reger Diskussion im Fakultätsrat stattgegeben wurde. Dies kann durchaus als Startschuss einer langen Erfolgsgeschichte gewertet werden, sind doch inzwischen mehr als fünfzig Laienmusiker im Orchester vereint. Den Hauptanteil der Ensemblemitglieder stellen weiterhin Studierende und Mitarbeiter der Medizinischen Fakultät und des Universitätsklinikums, jedoch finden sich auch Universitätsangehörige und Studenten/Innen anderer Fakultäten und Hochschulen zum gemeinsamen Musizieren.

Das Orchester arbeitet ohne reguläre finanzielle Unterstützung und trägt sich weitgehend selbst. Nur durch das außergewöhnliche Engagement aller Mitglieder ist in Zeiten eines allgemeinen kulturellen Niedergangs die Erfolgsgeschichte des Ensembles zu erklären. Das Orchestermotto „Freude am Musizieren“ wird hier noch wörtlich genommen. Jeglicher kommerzielle Gedanke bleibt unberücksichtigt. Einnahmen aus Konzerten bzw. Spenden werden zu Notenkauf bzw. -leihe, Orchesterausstattung (z.B. Notenpulte) oder zur Finanzierung der Orchesterlager verwendet. Seit einigen Jahren arbeitet das Ensemble eng mit dem halleschen Verein „pro musica e.V.“ zusammen.

Im Laufe des Bestehens hat sich das Orchester der Medizinischen Fakultät parallel zu seiner quantitativen Entwicklung auch qualitativ verbessern können. So wusste das OMF bei den Händelfestspielen 2001 mit dem musikalischen Part einer kindgerechten Inszenierung von Händels „Serse“ zu überzeugen, akademische Festveranstaltungen der Universität und der Leopoldina wurden regelmäßig musikalisch ausgestaltet. Die beliebten Weihnachtskonzerte des Orchesters haben seit jeher einen besonderen Charme, wird doch das zahlreich erschienene Publikum am Ende des Konzertes zum Singen verschiedenster  Weihnachtslieder animiert, welche das Orchester musikalisch begleitet.  Der Rektor der Martin-Luther-Universität bittet das OMF regelmäßig zur Übernahme des traditionellen Neujahrskonzertes der Martin-Luther-Universität, was die Zuhörer durch die Auswahl und Interpretation  populärer Werke der Musikliteratur (u.a. Johann Strauß Sohn Polkas und Walzer, Elgars Pomp und Circumstance – Märsche, Paul Linckes Berliner Luft  und  Johann Strauß Vater Radetzki-Marsch) zu Begeisterungsstürmen und Zugabe-Rufen  hinreißt.

Dem Klangkörper stehen wöchentlich zwei Stunden Probenarbeit zur Verfügung. Nach unterschiedlichsten Probenräumlichkeiten ist man inzwischen wieder im Hörsaalvorraum der alten Universitätsfrauenklinik angekommen. Das Repertoire des akademischen Ensembles erstreckt sich von barocken Meistern über Werke der Wiener Klassik bis zur Romantik und klassischen Moderne. Konzertmeister des Orchesters ist Dr. phil. Georg Maas, Professor am Institut für Musik der Martin-Luther-Universität. Gründer und Leiter des Orchesters der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ist Dr. med. Volker Thäle, Leitender Oberarzt an der Universitätsklinik für Geburtshilfe und Pränatalmedizin.

Foto: Maike Glöckner