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25.11.2015

Wissenschaftsminister weiht neues Zentrallabor des halleschen Universitätsklinikums ein


Laboruntersuchungen gehören in einem Krankenhaus zu den wichtigsten Komponenten der Patientenbehandlung. Sind doch die Ergebnisse der Analysen, beispielsweise des Blutes, eine wichtige Grundlage für die Diagnostik und Therapie. Mit den Laboruntersuchungen können nicht nur Krankheiten erkannt werden, sondern auch Therapieerfolge gemessen werden. Im Zentrallabor des Universitätsklinikums Halle (Saale) werden pro Jahr etwa 2,5 Millionen Analysen für die Bereiche Klinische Chemie, Gerinnung und Hämatologie durchgeführt. 

Der Minister für Wissenschaft und Wirtschaft des Landes Sachsen-Anhalt, Hartmut Möllring, hat nun am Mittwoch, 25. November 2015, das neue Zentrallabor des Universitätsklinikums Halle (Saale) eingeweiht. Er setzte dabei symbolisch die erste Blutprobe in die automatisierte Laborstraße ein. Es handelt sich dabei um eine der modernsten Laborausstattungen eines Krankenhauses in Sachsen-Anhalt. Sie beinhaltet automatisierte Prozesse der Probenvorbereitung, Probenzuführung zu den Analysegeräten und der angeschlossenen Probenlagerung. 

Das Zentrallabor war in den Neubau des Funktionsgebäudes 16 eingezogen und wurde gerätetechnisch vollkommen neu ausgestattet. Ziel war ein höchstmöglicher Automations- und Konsolidierungsgrad. Dies ermöglichte eine Optimierung und Zentralisierung der Arbeitsprozesse und damit verbunden einen Wegfall von teuren Mehrfachvorhaltungen. Diese Investition erfolgt über das so genannte Pay-per-use-Verfahren. „Wir können damit unser Zentrallabor wirtschaftlich deutlich besser aufstellen als bisher“, sagte der Ärztliche Direktor des Universitätsklinikums Halle (Saale), PD Dr. Thomas Klöss. So werden die Verbrauchskosten der Laboranalytik insgesamt deutlich sinken. Zudem erfolgte eine weitere Zentralisierung der Laborleistungen der Universitätsmedizin, so dass dezentrale Labore umgenutzt werden können. 

Mit dem neuen System können 1.100 Proben pro Stunde bewältigt werden. Notfallproben werden priorisiert, damit die Ergebnisse schnell zur Verfügung stehen. Ein Leitsystem bringt die Proben auf dem schnellsten Weg zum nächsten erforderlichen Modul. Dabei bietet das doppelstöckige Transportsystem eine kontinuierliche Probenbearbeitung ohne Stau. 

Der Wissenschaftsminister, der zudem Vorsitzender des Aufsichtsrates des UKH ist, dankte allen Beteiligten für die geleistete Arbeit und die gelungene Umsetzung des Projektes: „Das neue Zentrallabor verbessert die Versorgung der Patienten und stärkt die Wirtschaftlichkeit des Universitätsklinikums. Besonders bemerkenswert ist, dass die Umstellung reibungslos erfolgte und die Krankenversorgung durch das Zentrallabor nicht einen Tag unterbrochen werden musste“, stellte Minister Hartmut Möllring fest. Der Minister wies darauf hin, dass Land und die EU den Baukörper der Funktionsgebäude 15 und 16 finanziert haben. Aus der Großgeräteförderung des Landes Sachsen-Anhalt wurde ein neues Hämatologie-Automationssystem mit 390.000 Euro gefördert. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hatte das Vorhaben zuvor positiv begutachtet. „Mit diesem System können automatisierbare hämatologische Basis- und Spezialparameter beispielsweise  für die Notaufnahme und die Intensivstationen in weniger als einer Stunde zur Verfügung gestellt werden. Es können aber auch spezielle Blutanalysen durchgeführt werden, die beispielsweise für die Versorgung von Leukämie- und Onkologie-Patienten sowie für pädiatrische Patienten unerlässlich sind“, sagt Dr. Beatrice Ludwig-Kraus, Leiterin des Zentrallabors.

Im Zentrallabor, das über eine Fläche von 760 Quadratmetern verfügt, arbeiten 38 MTA (VK) und vier Akademiker. Es ist rund um die Uhr an allen Tagen des Jahres einsatzbereit. 

 

Foto: Minister Hartmut Möllring setzt symbolisch die erste Blutprobe in die Laborstraße ein. Auf dem Foto links ist Frau Dr. Beatrice Ludwig-Kraus, Leiterin des Zentrallabors zu sehen.