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15.12.2014

Venus E. Medina Maldonado aus Venezuela schließt erfolgreich ihre Promotion ab


Venus E. Medina Maldonado aus Venezuela hat am Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg erfolgreich ihre Promotion abgeschlossen. Das Thema lautet „Gender bezogene Gewalt in Venezuela - Analyse der Erscheinungsformen und Ursachen – eine qualitative Studie auf Grundlage von teilstandardisierten Interviews und Fokusgruppen“. Die promovierte Pflegende und Absolventin eines Master-Studiengangs in Nursing-Science entwickelt als Fazit ihrer Doktorarbeit die Grundzüge eines evidenz-basierten öffentlichen Gesundheitsprogramms gegen gender-bezogene Gewalt. Im Zentrum dieses von Pflegenden und geschulten Laien durchzuführenden Programms sollen Prävention, Gesundheitsförderung und Einzelfall-Unterstützung der gefährdeten und geschädigten Frauen auf Gemeindeebene stehen.    

Betreut wurde Frau Medina Maldonado von Professorin Margarete Landenberger. Um ihre Promotion in Deutschland abzuschließen, hatte Frau Medina Maldonado ein drei-jähriges staatliches Stipendium von ihrer Heimatuniversität, der Universität von Carabobo, Valencia in Venezuela erhalten. In dieser Zeit lebte die Doktorandin mit Familie in Halle. Sie konnte an laufenden Studien der Forschungsgruppe um Prof. Landenberger mitwirken. 

Das Erlernen der deutschen Sprache war in den ersten Monaten ihres Promotionsstudiums in Halle das primäre Ziel. Das Internationale Buero (International Office) der MLU unterstützte die an der Universität immatrikulierte ausländische Doktorandin bei Fragen zum Promotionsstudium sowie Fragen der sozialen Integration. 

Medina Maldonado besuchte während ihres Stipendiums Institutionen in Halle und Berlin, die mit dem Problem der Gewalt gegen Frauen befasst sind. Dies war die Ambulante Frauenberatungsstelle des Land Sachsen-Anhalt in Halle (Saale)” sowie  S.I.G.N.A.L e. V. - Intervention im Gesundheitsbereich gegen häusliche und sexualisierte Gewalt (Berlin). Außerdem führte die Promovendin Gespräche mit Ärzten und Pflegenden der Klinik für Gynäkologie des Universitätsklinikums Halle (Saale). Wie sich in dem Fachaustausch ergab, werden auch an unserem Klinikum Frauen als Opfer von Gewalt behandelt und psychologisch beraten. Auch informierte sich die Promovendin an weiteren Krankenhäusern in Halle über den Stand der professionellen Gesundheits- und Krankenpflege in Deutschland.  

Die Doktorandin nahm während ihres Aufenthaltes in Deutschland an mehreren deutschen und internationalen wissenschaftlichen Kongressen teil. Sie präsentierte ein Poster an der 2. Dreiländertagung deutschsprachiger Fachgesellschaften für Psychosomatische Frauenheilkunde und Geburtshilfe Österreich - Schweiz – Deutschland im Februar 2012 in Basel (Schweiz) sowie am 17. Internationalen Kongress der Internationalen Gesellschaft für Psychosomatische Frauenheilkunde und Geburtshilfe (ISPOG) im Mai 2013 in Berlin. 

Zurück in Venezuela lehrt und forscht Frau Medina seit 01. Dezember 2014 als Vollzeit-Professorin für das Fach Medizinische Pflege an der Universität Carabobo, Medizinische Fakultät in Valencia, Venezuela. Studierende können dort ähnlich wie in Halle Bachelor-, Master und Promotionsstudiengänge in Gesundheits- und Pflegewissenschaften abschließen. Auch dort wird Forschung durchgeführt und es werden dabei klinische Expertise sowie Patienteninteressen integriert, um die Pflege und Versorgung durch Evidenzbasierung zu verbessern. Umgekehrt werden Pflegepraktiker/Innen in Lehr- und Forschungsprojekte integriert, um ihr Wissen und Kompetenzen zu erweitern. 

Halle, 15. Dezember 2014

Text: Professorin M. Landenberger