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01.03.2011

Neuer Professor für Orthopädie berufen


Mit seiner Berufung fällt ihm auch die Aufgabe der Leitung des "Departments für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungs­chirurgie" zu. Die Zusammenarbeit der Kliniken im Rahmen der Departmentstruktur stellt eine besondere Herausforderung dar. Professor Delank sieht hier eine einmalige Chance gemeinsam mit Dr. Holger Siekmann, komm. Direktor der Universitätsklinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Synergieeffekte zu nutzen, die Qualität der Patientenversorgung zu verbessern und die ökonomische Be­ständigkeit beider Fächer zu sichern. Er werde neben der Fokussierung der Orthopädie auf die Endoprothetik - also den Einsatz neuer Hüft- Knie- und Schultergelenke - weitere Schwerpunkte in der Patientenversorgung etablieren. "Ich werde die Tumorchirurgie ausbauen", sagte der Orthopäde. Neben den primären Knochenkrebserkrankungen wolle er auch den Blick auf die Chirurgie der Knochenmetastasen richten. Durch die verbesserten Behandlungs­möglichkeiten von Krebserkrankungen und der damit einher gehenden steigenden Lebenserwartung erhalte die Behandlung von Metastasen in den Knochen eine höhere klinische Bedeutung. In der Wirbelsäulenchirurgie sollen die Therapieverfahren individueller auf die Patienten zugeschnitten werden, damit die Operationsverfahren für die Patienten schonender eingesetzt werden können. "Das bringt langfristig bessere Ergebnisse für die Patienten", begründet Professor Delank. Neben der differenzierteren Indikationsstellung möchte er minimal-invasive Verfahren in der Wirbelsäulenchirurgie etablieren. Dabei wird u. a. der Einsatz eines neuen OP-Navigationssystems helfen. Ingesamt wolle er die Kontakte mit den niedergelassenen Ärzten, unter anderem durch gemeinsame Weiterbildungen und feste Ansprechpartner in seiner Klinik, intensivieren. Im Bereich der Forschung möchte Professor Delank neben der Fortführung bestehender Forschungsprojekte der Klinik verstärkt das Ganglabor nutzen, das ausgebaut und künftig zudem auch für die klinische Anwendung intensiver genutzt werden soll. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die Biomechanik, insbesondere die Biomechanik der Wirbelsäule, und die orthopädische Tumorchirurgie. An dem von ihm federführend mit etablierten internationalen Wirbelsäulenregister ("Spine tango") wird sich zukünftig auch die Hallenser Klinik aktiv beteiligen. Dabei können verschiedene Behandlungsmethoden mit großen Patientenzahlen dokumentiert und deren Ergebnisse wissenschaftlich ausgewertet werden. Zum Lebenslauf Der 44-Jährige studierte in Gießen und München Medizin. An der TU München promovierte er 1995 über "Die operative Versorgung von Wirbelfrakturen des thorakolumalen Übergangs. Dorsale Stabilisation versus dorsoventrale Fusion." An der Medizinischen Fakultät der Universität Köln habilitierte Professor Delank 2006 über "Funktionelle Veränderungen des lumbalen Bewegungssegmentes bei der Dekompression und Stabilisation der lumbalen Spinalkanalstenose." Seine Facharztausbildung erhielt er in Bochum und Mainz. Der verheiratete Vater von vier Kindern ist Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie. Er hat die Schwerpunktbezeichnung Rheumatologie und die Zusatzbezeichnungen Notfallmedizin, Chirotherapie und Spezielle Orthopädische Chirurgie und Spezielle Unfallchirurgie.