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19.05.2009

Der Retter des Kronprinzen: Prof. Burkert stellt Buch vor


Bei dieser Präsentation war auch der letzte noch lebende Enkel des Chirurgen, Dr. Helmut von Bramann (Berlin), anwesend. Professor Burkert übergab das Buch vor der "Ahnenreihe" der halleschen Neurochirurgen im Universitätsklinikum Halle (Saale), an den Dekan der Medizinischen Fakultät, Professor Dr. Stephan Zierz. Geboren wurde Bramann 1854 in Wilhelmsburg (heute Polen), er studierte in Königsberg Medizin und erwarb 1880 die Approbation als Arzt. Ab 1884 arbeitete er beim berühmten Chirurgie-Professor Bergmann in Berlin. Dieser war es auch, der seinen Assistenten Bramann nach St. Remo schickte, um den Kronprinzen ärztlich mitzuversorgen. Friedrich hielt sich dort zur Kur auf. Der Prinz litt unter Kehlkopfkrebs und dadurch unter Luftnot. Nur die Tracheotomie (Luftröhrenschnitt) durch den Berliner Arzt rettete ihm das Leben - wenn auch nur vorübergehend. Friedrich III. war nur 99 Tage Kaiser und verstarb im Juni 1888 an seinem Krebsleiden. Aus Dankbarkeit für seine Dienste wurde er von Kaiser Wilhelm II. in den erblichen Adelsstand erhoben und 1890 zum Nachfolger von Richard von Volkmann 1890 zum Chirurgie-Professor berufen. Bramann war damals gerade einmal 35 Jahre alt. Mehr als 20 Jahre leitete er die Klinik und ließ unter anderem einen größeren OP-Saal bauen. Zudem führte der Chirurgie-Professor die Asepsis ein. Sein besonderes Interesse galt der Neurochirurgie. Zu der damaligen Zeit gab es noch keine Unterteilung der chirurgischen Fächer wie heutzutage beispielsweise mit Neurochirurgie, Urologie oder Herz- und Thoraxchirurgie. Bahn brechend bei der Behandlung des so genannten Wasserkopfes (Hydrocephalus) war der Anton-von-Bramann’sche Balkenstich, mit dem überschüssiges oder blockiertes Hirnwasser abgeleitet werden konnte. Diese OP-Methode hatte er gemeinsam mit dem halleschen Neurologen Anton eingeführt. Nachsatz: Professor Dr. Burkert wurde bei der Buchübergabe selbst in die Ahnenreihe der Neurochirurgen aufgenommen. Professor Dr. Christian Strauß, der Nachfolger von Burkert als Direktor der Universitätsklinik und Poliklinik für Neurochirurgie, hatte ein Bildnis von Professor Burkert anfertigen lassen. Foto (Daniel Gandyra): Dr. v. Bramann, Dr. Speler (Kustos der Universität) und Professor Burkert (v.l.)