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17.01.2006

Uni-Forschungspreis geht an Medizinische Fakultät


"Die Auszeichnung ist ein Beweis für die hohe Qualität des Nachwuchsprogramms der Medizinischen Fakultät", erklärt Prof. Dr. Dr. Bernd Fischer, Dekan der Fakultät. Die erfolgreiche Arbeit sei ein Zeichen für die Zukunftsfähigkeit der Medizinischen Fakultät. Auch Dr. Hüttelmaier unterstreicht, dass mit der Auszeichnung die wissenschaftlichen Möglichkeiten an der Einrichtung gewürdigt werden. Der 32-Jährige studierte an der Technischen Universität Braunschweig Biotechnologie und diplomierte 1997. Drei Jahre später promovierte er dort. Von März 2001 bis Oktober 2004 arbeitete der Forscher als "Research Associate" am Albert Einstein College of Medicine in New York. Dort begannen seine jetzt gewürdigten Forschungsarbeiten, die zu großen Teilen in Halle am ZAMED (Zentrum für Angewandte Medizinische und Humanbiologische Forschung) fertiggestellt worden. Im November 2005 konnte er die Ergebnisse in der Zeitschrift "Nature" veröffentlichen. Der Titel seiner Arbeit lautet: "Die Aufklärung des Mechanismus der ß-Aktin Translation durch src-Kinase abhängige Phosphorylierung von ZBP-1-Protein". Dabei geht es um die Frage, nach welchen Mechanismen die Umsetzung (Realisierung) von Erbinformationen in Proteine erfolgt. Die Aufgaben der Proteine im Organismus sind vielfältig. Sie bestimmen beispielsweise als Strukturproteine den Aufbau der Zelle und damit die Beschaffenheit von Geweben. Als Enzyme ermöglichen und beschleunigen sie chemische Reaktionen. Mutationen in einem Gen verursachen Fehler im Aufbau des Proteins, das durch das Gen kodiert wird. Die Folge können Fehler in der Proteinaktivität sein. Solchen Fehlern oder dem gänzlichen Wegfall einer Proteinaktivität liegen viele erbliche Krankheiten zugrunde. Für die Wirkungsweise der Proteine ist ihre räumliche Struktur besonders wichtig. Dr. Hüttelmaier konnte einen Mechanismus der lokalen Steuerung des Anschaltens der Proteinsynthese erstmalig klären. Die erzielten Ergebnisse sind zunächst wichtig für das Verstehen der Ausbildung von Gedächtnisleistungen und die Funktionalität neuronaler Netzwerke. Die untersuchten ZBP-Proteine können aber auch von zentraler Bedeutung im Rahmen der Krebsentstehung sein und möglicherweise als diagnostische Marker eingesetzt werden. Dies untersucht die Wissenschaftler-Gruppe um den heute Geehrten in einem derzeit laufenden Forschungsprojekt. Das Preisgeld der Auszeichnung fließt in dieses Vorhaben.