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17.01.2013

Herzinfarktregister: Professor Stang leitet den Aufbau


Professor Dr. Andreas Stang, Direktor des Instituts für klinische Epidemiologie, Medizinische Fakultät, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, leitet den Aufbau des Regionalen Herzinfarktregisters Sachsen-Anhalt (RHESA). In diesem sollen alle überlebten und tödlichen Herzinfarkte einer städtischen (Stadt Halle) und einer ländlichen (Region Altmark) Bevölkerung aufgenommen werden. Mit Hilfe der Herzinfarktregisterdaten lassen sich die verschiedenen Qualitätsbereiche der Versorgung von Herzinfarktpatienten separat bewerten. Hierzu zählen beispielsweise die prä‐hospitale Sterblichkeit, die Erstversorgung vor Ort, Zeiten zwischen Symptombeginn, Notarztruf, Notarzteintreffen, Aufnahme ins Krankenhaus und Intervention an den Koronargefäßen (Dilatation der Herzkranzgefäße) sowie der In‐Hospital‐, 30‐Tage‐ und 1‐Jahres‐Steerblichkeit nach Herzinfarkt. Die erfassten Daten erlauben den überregionalen Vergleich der Qualität der Notfall‐Versorgung der Herzinfarkte und der Mortalität und ermöglichen Rückschlüsse über die Sektoren der Versorgung, die mögliche Versorgungsdefizite aufweisen und das Ausmaß möglicher Versorgungsdefizite. „Somit können mittelfristig prioritäre Handlungsfelder zur Senkung der Herzkreislaufsterblichkeit in Sachsen‐Anhalt definiert werden“, erklärt Professor Stang.  

Der Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Reiner Haseloff, stellte das Projekt der Öffentlichkeit vor. Das Land unterstützt das Vorhaben mit 150.000 Euro. Die Medizinischen Fakultäten in Halle und Magdeburg sind am Aufbau des Herzinfarktregisters beteiligt und beziehen dabei die Krankenhäuser der jeweiligen Region mit ein.

Das Land will mit vereinten Kräften gegen die hohe Sterblichkeit bei Herzerkrankungen vorgehen. Für Haseloff steht fest: „Es darf nicht sein, dass die Sterblichkeit bei Herzerkrankungen in Sachsen-Anhalt weiter unverhältnismäßig hoch ist. Dagegen müssen wir im Interesse aller Sachsen-Anhalterinnen und Sachsen-Anhalter endlich etwas unternehmen. Alle müssen an einem Strang ziehen. Deshalb habe ich alle Beteiligten zu einem Gespräch über geeignete Gegenmaßnahmen eingeladen. Ursachenforschung und die Schaffung einer geeigneten Datenbasis sind ebenso unerlässlich wie verbesserte und schnellere Diagnosemöglichkeiten. Aber natürlich müssen wir auch zu einer gesunden Lebensweise motivieren.“

Hintergrund: Die Sterblichkeit bei Herzinfarkten ist in Sachsen-Anhalt bundesweit am höchsten. So kommen laut aktuellem Deutschen Herzbericht hier 111 Todesfälle auf 100.000 Einwohner. Das sind mehr als doppelt so viele wie in Hamburg (53). Insgesamt liegt die Herzinfarktsterblichkeit in Sachsen-Anhalt 43 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Eine hohe Sterblichkeit gibt es auch in Brandenburg (101).

Text: Prof. Stang bzw. Staatskanzlei Sachsen-Anhalt