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Deutsche Leberstiftung vergibt Freistellungs-Stipendien für klinische hepatologische Projekte – Dr. Greinert wird unterstützt


Die Deutsche Leberstiftung fördert mit Freistellungs-Stipendien die Initiierung und Planung von klinischen Projekten oder klinischen Studien im Bereich der Hepatologie. Für das Jahr 2018 beschloss das Gutachterkomitee die Förderung von zwei klinischen Projekten mit diesen Stipendien. Gefördert wird damit die Forschung zur Hepatischen Enzephalopathie und zum Leberzellkrebs.

 

Dr. Robin Alexander Greinert vom Universitätsklinikum Halle (Saale) ist einer der geförderten Wissenschaftler. Er plant die Evaluation eines neuen diagnostischen Vorgehens der minimalen Hepatischen Enzephalopathie unter Berücksichtigung klinischer relevanter Endpunkte.

Die Deutsche Leberstiftung setzt sich stark für die Verbesserung der Patienten-Versorgung im Bereich der Lebererkrankungen ein. Dafür hat die klinische Forschung eine hohe Bedeutung. Daher fördert die Stiftung klinische Projekte oder klinische Studien seit einigen Jahren durch die Vergabe von Stipendien. Diese Stipendien können eingesetzt werden, um eine Freistellung von Ärzten für die Projekt- bzw. Studienplanung zu finanzieren. Sie umfassen die Übernahme von Personalkosten eines Arztes für bis zu drei Monate (bis 20.000 Euro). Pro Jahr können maximal zwei Freistellungs-Stipendiaten unterstützt werden.

Um die Stipendien haben sich Ärzte mit wegweisenden klinischen Studien und Projekten beworben. Die Prüfung und Begutachtung der Anträge erfolgte durch ein unabhängiges Gutachterkomitee, dessen Mitglieder Prof. Dr. Frank Lammert, Homburg/Saar, Prof. Dr. Christoph Sarrazin, Wiesbaden und Prof. Dr. Christoph Schramm, Hamburg waren. 

Dr. Kornelius Schulze, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, ist der zweite Wissenschaftler, der unterstützt wird. Er befasst sich in seinem Projekt mit der Auswertung aktivierender Mutationen im TERT-Promoter und deren Bedeutung für den klinischen Krankheitsverlauf des frühen Hepatozellulären Karzinoms.

Prof. Dr. Christoph Sarrazin erläutert die beiden Projekte und die Entscheidung der Gutachter: „Die Hepatische Enzephalopathie stellt eine wesentliche Beeinträchtigung im Alltag von Patienten mit Leberzirrhose dar. Die Erfassung und genaue Einordnung des Ausmaßes der Beschwerden sind im klinischen Alltag unzureichend. Dr. Greinert hat sich bereits in seiner Promotion und in mehreren wissenschaftlichen Arbeiten mit dieser Erkrankung beschäftigt. In dem aktuell von der Deutschen Leberstiftung mit einem Freistellungs-Stipendium geförderten Projekt soll ein neues diagnostisches Prozedere zur Erfassung der minimalen Hepatischen Enzephalopathie untersucht werden. Dabei soll anhand der Evaluation von unterschiedlichen vorhandenen Untersuchungen eine Testform etabliert werden, die im klinisch-praktischen Alltag umsetzbar ist. 

Das zweite geförderte Projekt befasst sich mit dem Leberzellkrebs. Beim Leberzellkarzinom sind die Erkenntnisse zu den Entstehungsmechanismen sowie die Möglichkeiten zur Prognoseabschätzung und zu medikamentösen Therapieoptionen bisher sehr limitiert.Dr. Schulze beschäftigt sich mit Varianten in einem Tumorgen (Mutationen im TERT-Promotor), die für den weiteren Verlauf der Krebserkrankung bei den einzelnen Patienten von großer Bedeutung sein könnten. Das Projekt ist eingebettet in einem großen Forschungsverbund und hat daher ideale Voraussetzungen für eine zielorientierte und rasche Umsetzung. Es besitzt das Potential, einen Biomarker für den Verlauf einer Leberzellkrebserkrankung zu etablieren.

Text: Deutsche Leberstiftung

 Foto (Deutsche Leberstiftung):Freistellungs-Stipendiaten der Deutschen Leberstiftung 2018 – Urkundenverleihung im Rahmen der GASL-Jahrestagung (v.l.n.r.): Prof. Dr. Michael P. Manns, Dr. Robin A. Greinert, Dr. Kornelius Schulze, Prof. Dr. Ansgar Lohse.

Deutsche Leberstiftung

Die Deutsche Leberstiftung befasst sich mit der Leber, Lebererkrankungen und ihren Behandlungen. Sie hat das Ziel, die Patientenversorgung durch Forschungsförderung und eigene wissenschaftliche Projekte zu verbessern. Durch intensive Öffentlichkeitsarbeit steigert die Stiftung die öffentliche Wahrnehmung für Lebererkrankungen, damit diese früher erkannt und geheilt werden können. Die Deutsche Leberstiftung bietet außerdem Information und Beratung für Betroffene und Angehörige sowie für Ärzte und Apotheker in medizinischen Fragen. Diese Aufgaben erfüllt die Stiftung sehr erfolgreich. Weitere Informationen: www.deutsche-leberstiftung.de.