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Hallesche Unimedizin ist gefragt wie nie – Neujahrsempfang mit etwa 160 Gästen


Die hallesche Universitätsmedizin ist gefragt: Zum Neujahrsempfang am gestrigen Montag, 15. Januar 2018, kamen etwa 160 Gäste – so viele wie noch nie und etwa 25 Prozent mehr als 2017, wie PD Dr. Thomas Klöss in seiner Rede betonte. Vertreter von Verbänden und Gesellschaften, der Martin-Luther-Universität mit Rektor Prof. Dr. Udo Sträter an der Spitze, von Lehrkrankenhäusern der Medizinischen Fakultät, des Universitätsklinikums Magdeburg, Kooperationspartnern, Krankenkassen, Ministerien und von der halleschen Universitätsmedizin selbst waren anwesend. Zudem erschienen mehrere Mitglieder des Landtages von Sachsen-Anhalt. Die Stadt Halle wurde durch die Beigeordnete Katharina Brederlow vertreten. Von der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina hatten sich die Generalsekretärin Prof. Dr. Jutta Ungefug und Vizepräsident Prof. Dr. Gunnar Berg angesagt. Die Ärztekammer Sachsen-Anhalt wurde durch ihre Präsidentin Dr. Simone Heinemann-Meerz vertreten, die Krankenhausgesellschaft Sachsen-Anhalt durch den Präsidenten Prof. Dr. Wolfgang Schütte.

Bereits 2017 gaben sich Politikerinnen und Politiker förmlich die Klinke in die Hand: der SPD-Vorsitzende Martin Schulz besuchte die Unimedizin im Februar 2017 mit einem riesigen Medienaufgebot, die Bundesfamilienministerin Katharina Barley unterzeichnete im August die bundesweit gültige Verwaltungsvereinbarung „Frühe Hilfen“ – gemeinsam mit der Sozialministerin von Sachsen-Anhalt, Petra Grimme-Benne. Die Sozialministerin weihte zudem im Oktober das Wandbild „Seltene Erkrankungen“ ein. Der Innenminister Holger Stahlknecht war in seiner Funktion als Minister hier und setze den BOS-Funk in Betrieb und war außerdem als Vorsitzender unseres Fördervereins gefragt und als Schirmherr der Veranstaltung „Rudern gegen Krebs“. Der Finanzausschuss des Landtages informierte sich – gemeinsam mit dem Landesrechnungshof - über die Bauaktivitäten der Universitätsmedizin. PD Dr. Klöss: „Für uns das wichtigste Ereignis: Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff weihte am 12. September unter Anwesenheit zahlreicher Gäste, darunter Finanzminister André Schröder und Abgeordneten des Landtages, unsere neue Zahnklinik ein.“ PD Dr. Klöss: „In den vergangenen zehn Jahren hatten wir noch nie so viele Besucher aus der Politik in unserem Haus. Offenbar haben wir nach den Ereignissen von 2013 unsere Hausaufgaben gemacht.“

PD Klöss: „Auch bei den Patientinnen und Patienten sowie den Zuweisern sind wir als Behandler von schweren, schwersten und seltenen Erkrankungen gefragt.“ Im vergangenen Jahr haben sich 39.783 Patienten (DRG-Fälle) bei uns stationär behandeln lassen - so viele wie noch nie seit der Gründung der Anstalt öffentlichen Rechts zum 1. Januar 2006. „Wir haben damit eine Auslastung von 90 Prozent.“ Auch der Schweregrad der behandelten Patienten hat zugenommen.

Der Ärztliche Direktor gab auch einen Ausblick auf das gerade begonnene Jahr und betonte, dass die verschiedenen Bau-Projekte vorangetrieben werden sollen. Außerdem habe sich die Universitätsmedizin in den Kinderfächern neu aufgestellt, mit Beginn diesen Jahres traten mit Prof. Jan-Hendrik Klusmann (Pädiatrie I) und Prof. Martin Kaiser (Kindertraumatologie/Kinderchirurgie) zwei Direktoren ihren Dienst an.

 

Gastredner des Neujahrsempfangs, der zum 7. Mal stattfand, war Prof. Dr. Armin Willingmann, Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt und Vorsitzender des Aufsichtsrates des UKH. „In den vergangenen Jahren waren Minister vielleicht nicht immer gern gesehen, aber die Zeiten haben sich geändert. Bereits fünf Jahre ist es her, dass die Zukunft der Universitätskliniken in der Landespolitik thematisiert wurde. Die Welle der Solidarisierung, die sich in Halle zeigte war beeindruckend: „Halle bleibt!“ war sichtbar und blieb in Erinnerung.“

Die Kenia-Koalition wolle nicht eisern sparen, sondern gezielt investieren. Hier am UKH wurden zahlreiche Investitionen vorgenommen, u.a. in Bau und Medizintechnik. Natürlich könne mehr investiert werden. Die anstehenden Haushaltsverhandlungen werden zeigen, welche Möglichkeiten bestehen. 

Prof. Willingmann: „Nun stehen wir am Beginn eines neuen Jahres, neues Jahr – ähnliche Herausforderungen? Ja, doch die Finanzierung von Uniklinika ist bundesweit Thema.“ Das Land wünsche sich dabei die Unterstützung durch die Bundesregierung. Bei den Hochschulambulanzen müssten die Ost-West-Differenzen überwunden werden. Der Koalitionsvertrag der Kenia-Koalition stelle die Zukunft beider Universitätsklinika in Sachsen-Anhalt sicher. Dies sei eine große Herausforderung für ein kleines Land. „Wir wollen dies mit starker Stimme auch bundesweit kundtun.“

Prof. Willingmann bedankte sich in seinem Grußwort für die großartige Arbeit der etwa 4000 Mitarbeiter/innen der Universitätsmedizin. Mit einem Umsatz von mehr als 300 Millionen Euro sei die Unimedizin auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Der Minister dankte nicht nur den Mitarbeiter/innen, sondern auch den Vorständen. Er hob dabei den Ärztlichen Direktor hervor: „Herr Klöss wird sich in diesem Jahr in den Ruhestand verabschieden. Wir danken Ihnen für 10 Jahre Arbeit, für gute und stets vertrauensvolle Zusammenarbeit.“

Text: Müller/Köhler