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Qualität: Gütesiegel für zwei UKH-Einrichtungen verliehen


Die Einrichtung für Transfusionsmedizin stellt jährlich etwa 30.000 Blutprodukte unterschiedlicher Art nach Bedarf für die Patientenversorgung sowohl am Universitätsklinikum als auch für externe Abnehmer her und führt knapp 155.000 einzelne Laboranalysen von Patienten durch. Von der Blutabnahme der freiwilligen Spender über diverse Untersuchungen zur Sicherheit von Spendern und Empfängern, über die Zubereitung der unterschiedlichen Blutprodukte bis zur Ausgabe sind höchste technische und hygienische Anforderungen zu erfüllen. Das Qualitätsmanagementsystem der Einrichtung legt hierzu genau definierte Abläufe fest. In der Kinderklinik werden jährlich mehr als 2300 Patienten stationär und mehrere tausend in zahlreichen Spezialsprechstunden ambulant behandelt. Die Patienten kommen aus ganz Sachsen-Anhalt und darüber hinaus. In zwei Studienzentralen wird die europaweite Behandlung von Patienten mit Hirntumoren und Hodgkin-Lymphom koordiniert. Die Kinderklinik ist die erste, die als gesamte Klinik des Universitätsklinikums zertifiziert worden ist. Bisher haben das Brustzentrum sowie das Gynäkologische Krebszentrum der Universitätsklinik und Poliklinik für Gynäkologie - als jeweils erste Einrichtungen dieser Art in Ostdeutschland - Zertifizierungen erhalten und in Re-Audits bestätigt bekommen. Weitere Zertifizierungen am Universitätsklinikum: Chest Pain Unit (Zentrale Notaufnahme), Zentrale Sterilgutversorgung und Zentrallabor. Weitere Einrichtungen am Universitätsklinikum haben Akkreditierungen (und damit auch eine Anerkennung der Qualität der geleisteten Arbeit) wie z. B. das Wasserlabor im Institut für Hygiene erhalten. Weitere Zertifizierungen und Akkreditierungen sind am Universitätsklinikum geplant. Die erfolgreiche Absolvierung der Zertifizierung der Einrichtung für Transfusionsmedizin auf der Basis der DIN ISO 9001 legt eine gemeinsame Basis für alle Teilbereiche der Transfusionsmedizin in punkto Qualitätsmanagement. In jeder Abteilung gilt es, spezifischen Anforderungen zu entsprechen und damit auch jeweils eigene Aspekte des Qualitätsmanagements zu implementieren. Die Herstellung von Blutarzneimitteln unterscheidet sich ganz wesentlich von der Durchführung von Laboranalysen. "Die umfassende Zertifizierung zeigt, dass die generellen "Spielregeln" in allen Bereichen gleich sind, umgesetzt und gelebt werden", sagt Dr. Hering. Die Einrichtung für Transfusionsmedizin beabsichtigt im unmittelbaren Anschluss weitere bereichsspezifische Umsetzungen wie die geplante Akkreditierung der Laboratorien nach der DIN 15189 und ist zuversichtlich, dass nach bestandener Gesamtzertifizierung auch diese Hürde erfolgreich genommen wird. Die Kinderklinik erfüllt die Zertifizierung mit Stolz: "Wir freuen uns über die Anerkennung der Arbeit unserer kompetenten und hochqualifizierten Mitarbeiter, die durch ihr großes Engagement die Zertifizierung möglich gemacht haben - für unsere kleinen Patienten, die immer einer besonderen, menschlichen Fürsorge bedürfen", sagt Professor Dr. Dieter Körholz. Im Rahmen der Zertifizierung kamen alle relevanten Prozesse und Abläufe in der Universitätskinderklinik auf den Prüfstand. "Allein durch diese Prüfung wurden Verbesserungen erreicht", so Pflegedienstleiter Michael Beau. Alle Prozesse und Abläufe werden dokumentiert und im Qualitätsmanagementhandbuch der Klinik niedergelegt, das auch Zuständigkeiten und Befugnisse regelt. Die Arbeiten zur Zertifizierung lagen im Team um PD Dr. Christiane Lex. Eine Umfrage unter den Eltern hat ergeben, dass die Arbeit der Klinik geschätzt wird: 90 Prozent der Eltern würden die Einrichtung weiter empfehlen. Doch die Klinik ruht sich nicht auf dem Erreichten aus. So soll die Zufriedenheit der Eltern - und natürlich auch der Kinder und Jugendlichen - weiter erhöht werden. In jährlichen Befragungen werden die Meinungen der Eltern und Patienten aufgenommen und die Arbeit der Klinik auf Verbesserungsmöglichkeiten untersucht. "Wir arbeiten an einer weiteren Verbesserung unserer Arbeit", sagt der Klinikdirektor. Eine Auswahl der Vorhaben: In den Bereichen Onkologie, Neonatologie, Diabetologie, Gastroenterologie und Rheumatologie wollen sich die multiprofessionellen Teams der Klinik, bestehend aus Ärzten, Pflegenden, psychosozialen Mitarbeitern und des technischen Dienstes regelmäßig über ihre Erfahrungen austauschen, um gegenseitig davon zu lernen und zu profitieren. In den Bereichen Intensivstation, Onkologie und Neonatologie sollen Supervisionen der Mitarbeiter erfolgen, damit diese mit ihrer oftmals seelisch belastenden Arbeit besser umgehen können. Im Rahmen eines wissenschaftlichen Projektes sollen die Stationsabläufe weiter verbessert werden. Bis 2012 sollen mehr als 50 Prozent des Pflegepersonals auf der Krebsstation die Zusatzbezeichnung "Onkologisches Fachpersonal" erworben haben, zudem wird jährlich eine Pflegekraft an der Fachweiterbildung "Pädiatrische Intensivpflege teilnehmen.