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17.12.2012

Diabetes: Hausärzte wünschen eine sichere und patientengerechtere Insulintherapie

Die Sektion Allgemeinmedizin der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg führt das Forschungsprojekt BAIDIA: „Betreuungsprobleme Aelterer Insulinpflichtiger Diabetiker in der Allgemeinmedizin“ durch. Gegenstand des Projektes ist die Erhebung von Verbesserungsmöglichkeiten der hausärztlichen Versorgung älterer Patienten mit Diabetes unter zusätzlicher Einbeziehung von Pflege und VERAH. Wissenschaftliche Mitarbeiter der Sektion Allgemeinmedizin trugen dieses Thema in hausärztliche Qualitätszirkel hinein und interviewten in den vergangenen Monaten 38 Hausärzte und mit ihnen zusammenarbeitende besonders qualifizierte Medizinische Fachangestellte (VERAHs) sowie Pflegefachkräfte. Die Resonanz der interviewten Teilnehmer zeigte ein großes Interesse am Thema und bietet wichtige Hinweise auf Verbesserungsmöglichkeiten in der gemeinsamen Patientenführung. Dabei ergaben sich zugleich Ansatzpunkte eines Hausarzt entlastenden Patientenmanagements.


Optimierungspotential besteht beispielsweise in folgenden Therapiesituationen:  
- Risikoeinschätzung von Stoffwechselentgleisungen (insbesondere Hypoglykämien) und Einleitung von Korrekturmaßnahmen

- Dokumentation von Anordnungen und strukturierter Rückinformation an den Hausarzt

- Anpassung der Insulintherapie an den Lebensstil der älteren Patienten: Berücksichtigung von Häuslichkeit und Lebensqualität

- Fortbildungen zur Insulintherapie im Kontext des interprofessionellen Behandlungs- bzw. Pflegeprozesses zur Verständnissicherung über Therapieziele und zur Verbesserung der Patientensicherheit

Im Ergebnis zeigen die Interviews, dass eine verbesserte Insulintherapie der geriatrischen Patienten bei gleichzeitiger Hausarztentlastung möglich ist. Das  „Erfolgsrezept“ dazu lautet: „Weiterentwicklung der gegenseitigen Schnittstellen im Therapieprozess“. Elemente hierzu sind  einfache Therapieschemata unter Einbeziehung lang wirksamer Insuline, Handlungshilfen für die unterstützte Patientenführung seitens VERAH und Pflege inklusive formalisierter Rückmel-dungen an den Hausarzt sowie Qualifizierung der Pflege im Bereich Diabetes.

Professor Andreas Klement, Leiter der Sektion  Allgemeinmedizin der Universität Halle-Wittenberg, sieht das Schnittstellenmanagement zwischen Hausarzt und begleitender VERAH / Pflege für Sachsen-Anhalt als Grundlage sicherer und effizienter Patientenführung - auch um die wachsende Zahl älterer insulinpflichtiger Diabetiker in Hausarztpraxen weiterhin gut betreuen zu können. In diesem Sinne erachtet er ein Modellprojekt zur Verständnis sichernden Kommunikation an der Schnittstelle zwischen Hausarzt, VERAH und Pflege als eine konsequente Fortsetzung der Erkenntnisse von BAIDIA. 

BAIDIA ist ein Projekt der Universität Halle in Kooperation mit der AOK, dem Förderverein Allgemeinmedizin Sachsen-Anhalt, dem Hausärzteverband, der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen-Anhalt und Sanofi Aventis.