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17.05.2019

Geburtshilfe am UKH erhält 320.000 Euro für Pilotprojekt „Hebammengeleiteter Kreißsaal“

Nicole Rostalski (l.) und Anette Morche (M.) nahmen den Zuwendungsbescheid stellvertretend für alle Hebammen des UKH von Sozialministerin Petra Grimm-Benne entgegen.

Sozialministerin Petra Grimm-Benne lässt sich von Hebamme Christin Hankel einige Aufgaben erklären.


Kontinuierliche Rund-um-die-Uhr-Betreuung von einer Hebamme, privat-familiäre Atmosphäre und im Notfall, und nur dann, eine Ärztin oder einen Arzt zur Stelle haben – das sind Eigenschaften des „Hebammengeleiteten Kreißsaals“. Bei diesem sachsen-anhaltischen Pilotprojekt übernehmen Hebammen natürliche Geburten allein und entscheiden eigenständig, wann womöglich ein Arzt hinzugezogen werden muss. Für das Projekt hatte Sozialministerin Petra Grimm-Benne am heutigen Freitag, 17. Mai 2019, einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 320.000 Euro für drei Jahre im Gepäck, den sie den Hebammen, Ärztinnen und Ärzten der Universitätsklinik und Poliklinik für Geburtshilfe des Universitätsklinikums Halle (Saale) überreichte. 

„Dieses Zusatzangebot bietet Spontangeburten in häuslich-geborgener Atmosphäre mitten im Herzen des Maximalversorgers - abgeschirmt von Krankenhausatmosphäre, jedoch für den Ernstfall abgesichert durch universitäre Hochleistungsmedizin“, sagt Prof. Dr. Thomas Moesta, Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Halle. Es sei mit die schönste Seite der Medizin, die Investition in die Menschen, das heißt die Hebammen am UKH, sei der richtige Weg, so Moesta weiter.

„Die Arbeitsverhältnisse von Hebammen sollen verbessert und durch bessere Betreuung die Qualität der Geburtshilfe gesichert werden“, sagte Grimm-Benne im Vorfeld über die Aufwertung des Berufsstandes. Zudem soll mit dem hebammengeleiteten Kreißsaal die natürliche Geburt gestärkt und die gestiegenen Kaiserschnittzahlen im Land gesenkt werden. 

Diese Betreuung werde in ein Haus der Hochleistungsmedizin implementiert. Es sei eine Kernkompetenz als Universitätsklinikum, ein solches Vorhaben auch zu evaluieren, sagte PD Dr. Gregor Seliger. Oberarzt Dr. Volker Thäle ergänzte: „Wir können eine Kontinuität für eine familienorientierte, hebammengeleitete Geburt entwickeln, denn wir waren die ersten, noch zu DDR-Zeiten, die das sogenannte ‚Rooming In‘ angeboten haben.“ Das heißt, dass Eltern und Kind in einem Zimmer untergebracht sind. 

„Wir freuen uns sehr, dass wir Ihre Unterstützung haben, denn wir sind einer der Vorreiter hier“, sagte die leitende Hebamme am UKH, Nicole Rostalski, in Richtung Grimm-Benne, die erwiderte, die Geburtshilfe am UKH sei „einer der Leuchttürme hier“. 

Mit dem Pilotprojekt des hebammengeleiteten Kreißsaals könne man Frauen das Angebot einer selbstbestimmten, ungestörten, hebammenbetreuten Geburt unterbreiten, mit der Sicherheit, dass im Notfall ärztlich eingegriffen werden könne, so Rostalski weiter. „Mit einer  kontinuierlichen Geburtsbetreuung sinkt die Interventionsrate signifikant und es erhöht sich die Zufriedenheit der Frauen. Hebammen können selbstbestimmt arbeiten und ihre erlernten Kompetenzen anwenden. Dadurch erhöht sich auch die Zufriedenheit der angestellt tätigen Hebammen.“ Neben der Begleitung der Geburt gehe im Pilotprojekt auch die Schwangerenvorsorge, das Angebot von Kursen sowie die Betreuung im Wochenbett einher. Am UKH arbeiten 22 angestellte Hebammen, des Weiteren stehen zwei Beleghebammen zur Verfügung.