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13.02.2019

10.000 Teilnehmer der NAKO Gesundheitsstudie in Halle läutet das Ende der ersten Untersuchungsphase ein – Weiterfinanzierung der Studie mit vier Millionen Euro ist bis 2023 gesichert

Patrick Salfeld wird von Studienschwester Kerstin Otto im Studienzentrum Halle der NAKO Gesundheitsstudie untersucht.


Patrick Salfeld ist groß, trägt Sneakers, T-Shirt, eine sportliche Hose und auf der Haut das ein oder andere Tattoo. Und der 28-Jährige ist ein besonders gern gesehener Proband im halleschen Studienzentrum der NAKO Gesundheitsstudie und das nicht nur, weil er hier der 10.000. Studienteilnehmer ist, der gerade begrüßt werden konnte. Der Wissenschaftler am Institut für Mathematik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg gehört auch zu einer der Probandengruppen, die am wenigsten auf die Einladungen zur Studienteilnahme reagieren, in dem Fall die der Männer zwischen 20 und 30 Jahre. 

„Wir haben das Ziel erreicht, 10.000 Teilnehmer für die NAKO Gesundheitsstudie in Halle zu untersuchen. Im April beginnt dann die zweite Untersuchungsphase, in der die zuerst untersuchten Teilnehmerinnen und Teilnehmer von 2014 erneut eingeladen werden. Wir hoffen, dass mindestens 70 Prozent der Studienteilnehmer der ersten Untersuchung nochmal den Weg zu uns finden und auch an der Zweituntersuchung teilnehmen“, sagt Dr. Alexander Kluttig, der das hallesche Studienzentrum der NAKO Gesundheitsstudie leitet, das am Institut für Medizinische Epidemiologie, Biometrie und Informatik der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg angesiedelt ist. Deutschlandweit werden an 18 Zentren insgesamt 200.000 Probanden in die Langzeitstudie eingeschlossen. Erste Ergebnisse der NAKO Gesundheitsstudie sollen im Sommer im Rahmen eines Symposiums in Berlin vorgestellt werden.

Die NAKO wird deutschlandweit mit rund 256 Millionen Euro zunächst bis 2023 finanziert, wovon Halle für die aktuelle Förderphase rund vier Millionen Euro erhält. Insgesamt, mit dem vorangegangenen Zeitraum seit 2014, sind es rund acht Millionen Euro, die nach Halle geflossen sind.

Patrick Salfeld hat gleich mehrere Gründe, an der NAKO teilzunehmen. „Ich bin selbst Wissenschaftler, arbeite gerade an meiner Promotion und finde Studien interessant. Die Menschheit entwickelt sich durch Forschung weiter. Aber ich erhoffe mir auch Erkenntnisse über meinen aktuellen Gesundheitszustand, insbesondere, weil ich mithilfe von Sport und Ernährungsumstellung in den vergangenen Jahren etwa 50 Kilogramm abgenommen habe“, sagt er. Für seinen Untersuchungstag bei der NAKO, der mehrere Stunden beansprucht, habe er sich extra Urlaub genommen. 

Bei der NAKO hat Salfeld, wie alle anderen Probanden auch, Blut abgenommen bekommen, einen Hörtest und einen Riechtest gemacht, sein Körper wurde vermessen, seine Greifkraft in der Hand und seine Merkfähigkeit wurden getestet und sein Bauchfettanteil per Ultraschall untersucht. Ein EKG und die Fahrradergometrie standen unter anderem noch auf dem Programm. Er gehört zudem zu den 20 Prozent der Probanden, die eine intensivere Untersuchung, eine sogenannte Level-2-Untersuchung erhalten.

„Wir stellen selbst keine Diagnosen, aber jeder Teilnehmer bekommt seine Ergebnisse in Form eines Berichts nach Hause geschickt“, erklärt Kluttig. Es sei auch schon vorgekommen, dass im Rahmen der Untersuchungen schwerwiegende Verdachtsfälle entdeckt wurden. „Das teilen wir den betreffenden Personen dann mit und bitten sie, das dringend vom Haus- oder Facharzt abklären zu lassen“, sagt Kluttig. 

Insgesamt zeigt sich Kluttig zufrieden mit dem bisherigen Verlauf der Studie. „Wir haben neben dem Studienzentrum Augsburg die besten Rückmeldequoten, das heißt, es haben von den Eingeladenen tatsächlich dann auch viele teilgenommen“, so Kluttig. Dabei zeigten erwartungsgemäß  Frauen ein stärkeres Interesse als Männer, aber: „Wir achten darauf, dass von den 10.000 Teilnehmern jeweils 50 Prozent Männer und 50 Prozent Frauen sind, so dass wir im Verhältnis mehr Männer anschreiben mussten, um das entsprechende Gleichgewicht zu erreichen“, sagt er. Und auch deshalb sind die Daten von Patrick Salfeld für die Studie von Bedeutung – genau wie die der weiteren 9.999 Menschen aus Halle und dem Saalekreis, die teilgenommen haben.

Weitere Informationen zur NAKO Gesundheitsstudie unter https://halle.nako.de.