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25.04.2016

7. Geriatrietag am UKH: Das Leitthema lautet „Palliativmedizin in der Geriatrie“ – Öffentliche Podiumsdiskussion „Der gute Tod im Alter“


Diese beiden relativ jungen Fachdisziplinen Palliativmedizin und Geriatrie wiesen auf den ersten Blick viele Gemeinsamkeiten, wie den ganzheitlichen, nicht-kurativen Therapieansatz mit einem interdisziplinären therapeutischen Team auf, unterscheiden sich letztlich jedoch in ihren Kernkompetenzen. Fehlendes Wissen hierüber führt nicht selten zu Fehleinweisungen in Krankenhäuser, Pflegeinrichtungen oder Hospize.

Die geriatrischen Medizin fokussiert auf die Behandlung von oft mehreren zeitgleich bestehenden Erkrankungen und die gezielten Förderung der alterungsbedingt verminderten körperlichen und geistigen Fähigkeiten mit dem Ziel, die Alltagskompetenz multimorbider Patienten wiederherzustellen oder möglichst lang zu erhalten. Die Palliativmedizin hingegen widmet sich den unheilbar kranken Menschen mit einem fortgeschrittenen Leiden unabhängig von der Diagnose. Es gilt, im Rahmen einer individuellen Behandlung, Pflege und Begleitung zur Linderung der körperlichen Beschwerden und Unterstützung auf der psychischen, spirituellen und sozialen Ebene den Sterbenden würdevoll zu begleiten. Noch in unmittelbarer Nähe zum Tod soll Lebensqualität geschaffen werden.  

Die richtige Einschätzung der Situation des Patienten und die Einleitung der für ihn passenden Betreuungs- und Behandlungsformen soll die bestmögliche Therapie zum richtigen Zeitpunkt garantieren. Darüber diskutieren Expertinnen und Experten im Rahmen des 7. Geriatrietages am Universitätsklinikum Halle (Saale). Dieser findet am kommenden Freitag, 29. April 2016, im UKH, Standort Ernst-Grube-Str. 40, Lehrgebäude, Hörsaal, zwischen 8.30 und 16.30 Uhr statt. 

Ausgewiesene Referenten aus Sachsen-Anhalt und ganz Deutschland werden über die verschiedenen Möglichkeiten der palliativmedizinischen Versorgung und deren spezielle Aspekte beim geriatrischen Patienten sprechen. Zugleich werden die Aufgaben der unterschiedlichen Mitglieder in den multidisziplinären Teams vorgestellt.

Öffentliche Podiumsdiskussion um 15.30 Uhr: Ein Novum bei den Geriatrietagen am UKH wird diesmal die Öffnung der Veranstaltung am Nachmittag für die interessierte Öffentlichkeit sein. Sind Angehörige von schwerstkranken und sterbenden Menschen doch meist unverzichtbar im palliativen Konzept und bedürfen sie doch selbst der Anleitung und Unterstützung. Im letzten Themenblock werden deshalb rechtliche und ethische Problemsituationen und der Umgang mit ihnen geschildert. Erfahrungen aus vielen Jahren aktiver Begleitung fließen in den Vortrag  über die spirituellen Bedürfnisse sterbender alter Menschen ein.

Abschließend moderiert die Sozialdezernentin der Stadt Halle, Frau Katharina Brederlow, eine Podiumsdiskussion mit namhaften Teilnehmern(innen) unterschiedlicher Professionen zum provokanten Thema „Der gute Tod im Alter….Erst erfolgreich altern - und dann auch noch erfolgreich sterben müssen?“, in der Haltungen und gesellschaftlichen Umstände aus der Sicht unterschiedlicher Generationen reflektiert werden. Die Diskussion startet um 15.30 Uhr.