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09.07.2014

Eingerichtet: Palliativmedizinische Versorgung durch einen Konsiliardienst im Universitätsklinikum Halle (Saale)


Trotz zahlreicher Fortschritte in der Tumortherapie sind nicht alle Krebserkrankungen heilbar. Um die Betreuung von Patientinnen und Patienten mit einer fortgeschrittenen Tumorerkrankung zu verbessern, startete das Universitätsklinikum Halle (Saale) einen Palliativmedizinischen Konsiliardienst für stationär im UKH behandelte Patienten: „Wir schließen damit eine Versorgungslücke und verstärken unsere Bemühungen um eine ganzheitliche Betreuung der Patientinnen und Patienten“, sagt PD Dr. Thomas Klöss, Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums. Geleitet wird das multiprofessionelle „Palliativmedizinische Team“ von der Schmerz- und Palliativmedizinerin Dr. Lilit Flöther, Oberärztin der Universitätsklinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin. Sie und ihre Mitarbeiter/innen zielen darauf ab, schwer kranken Patienten körperliche und psychische Linderung zu verschaffen. Die Patienten seien für das neue Angebot sehr dankbar: „Die Arbeit unseres Teams wird sehr gut angenommen“, weiß Prof. Dr. Michael Bucher, Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin, der ebenfalls ausgebildeter Palliativmediziner ist.

Der palliativmedizinische Konsiliardienst stellt sicher, dass die betroffenen Patienten weiterhin in den einzelnen Kliniken des Universitätsklinikums behandelt werden können und nicht gemeinsam auf einer gesonderten Station untergebracht werden müssen. Dies habe den Vorteil, dass die unterschiedlichen Grunderkrankungen von den zuständigen Fachärzten weiter betreut werden sowie die Patienten auf den vertrauten Stationen verbleiben können. Gleichzeitig ist die palliativmedizinische Versorgung vor Ort möglich. Im Mittelpunkt stehe die Linderung von Symptomen aber auch die seelische und soziale Unterstützung. 

Die ganzheitliche Betreuung wird durch ein multiprofessionelles Team ermöglicht. Im UKH-Palliativteam arbeiten drei Palliativmediziner, eine speziell ausgebildete Pflegefachkraft, eine Psychoonkologin, eine Maltherapeutin sowie Mitarbeiter/innen aus dem Sozialmedizinischen Dienst, die Seelsorge, Physiotherapie und Pflegeüberleitung. Außerdem unterstützt ein Medizinethiker das Team. Die Palliativmediziner stehen 24 Stunden/ 7 Tage die Woche zur Verfügung.

Durch den Palliativmedizinischen Konsiliardienst werden zum größten Teil Tumorpatienten behandelt, aber auch Patienten mit schwersten Herz-Kreislauf-Erkrankungen, neurologischen und Lungen-Erkrankungen, bei denen keine Heilung mehr möglich ist. „Wir nehmen uns allen Patienten an, deren Erkrankungen weit fortgeschritten sind und deren Lebenserwartung zumeist stark begrenzt ist“, sagt Dr. Lilit Flöther. Die bestmögliche Lebensqualität, trotz der stark eingeschränkten Gesundheit, sei das Ziel des Teams. Die Schmerztherapie sei dabei besonders wichtig, allerdings oftmals auch ein offenes Ohr und ein tröstendes Wort. Außerdem werden die Patienten auf die ambulante Versorgung im häuslichen Umfeld vorbereitet. Die palliativmedizinische Betreuung kann wenige Tage aber auch über mehrere Jahre verteilt stattfinden. 

Für jeden Patienten werden individuelle Behandlungspläne erstellt. In regelmäßigen Sitzungen tauscht sich das Team  die aktuelle Situation eines jeden einzelnen Patienten aus. Neben den Betroffenen können auch Angehörige durch Gespräche sowie seelsorgerische und psychosoziale Begleitung unterstützt werden.