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27.02.2013

Internationaler Auszeichnung für Doktorandin in der Anatomie


Maria Schindler, Diplom-Ernährungswissenschaftlerin und Doktorandin in der Arbeitsgruppe von Professor Fischer im Institut für Anatomie und Zellbiologie, hat auf der Jahrestagung der Internationalen Embryotransfer Society (IETS, Sitz in Illinois, USA) den diesjährigen Nachwuchspreis gewonnen. Frau Schindler promoviert über den Einfluss einer mütterlichen Stoffwechselerkrankung, eines Diabetes mellitus, auf die Embryonalentwicklung. Dabei richtet sie ihr Hauptaugenmerk auf den Fettstoffwechsel. Dieser ist bei Diabetikern häufig gestört. Sie untersucht die erste Woche der Schwangerschaft, die Zeit zwischen Befruchtung und Einnistung (Implantation) der Embryonen in die Gebärmutterschleimhaut, am Beispiel des Kaninchens. Sie konnte zeigen, dass Blastozysten diabetischer Mütter auffallend viele Fetttröpfchen aufweisen, ein Beleg für eine schon ganz früh einsetzende Stoffwechselstörung bei Embryonen diabetischer Mütter. Mit molekular- und zellbiologischen Methoden hat sie untersucht, wie es zu dieser frühzeitigen Stoffwechselstörung kommen kann.

Die IETS ist eine der größten internationalen Gesellschaften, deren Mitglieder über die frühe Embryonalentwicklung, über Schwangerschaft, über assoziierte Reproduktionstechniken (ART) und über biomedizinische Verfahren in der Reproduktion wie Kryokonservierung oder Klonieren forschen. Sie ist interdisziplinär. Ihre Mitglieder kommen aus der Tierzucht, Veterinär- und Humanmedizin. Das Hauptanliegen dieser Fachgesellschaft ist es, ein besseres Verständnis von Fortpflanzung und ihren Störungen zu erlangen. 

Zum ersten Mal fand die Jahrestagung der IETS in Deutschland, in Hannover, statt. Ca. 450 Wissenschaftler/innen aus allen Teilen der Welt nahmen teil. Auch in diesem Jahr gab es wieder die höchst kompetitive „Student Research Competition“. Aus den eingegangenen Vortrag- und Posteranmeldungen wurden sechs für diesen Wettbewerb ausgesucht. Eine deutsche Gewinnerin gab es bisher noch nicht. Frau Schindler setzte sich gegenüber Mitbewerbern/innen aus Belgien, den Niederlanden, Kanada und den USA durch. Die Gewinner der letzten beiden Jahre kamen aus Kanada und den USA.

Frau Schindler wird in der ersten Jahreshälfte 2013 ihre Doktorarbeit in der Naturwissenschaftlichen Fakultät III der MLU, im Institut für Agrar- und Ernährungswissenschaften, einreichen. Sie wird kumulativ promovieren, das heißt, eine verkürzte Dissertation schreiben, die im Wesentlichen die von ihr bereits veröffentlichten wissenschaftlichen Ergebnisse zusammenfasst. Diese ungewöhnlich gute Leistung ist auf ihre hohe wissenschaftliche Qualifikation zurückzuführen, belegt aber andererseits auch die gute Schulung, die sie im Rahmen des von der Medizinischen Fakultät geförderten Forschungs- und Doktorandenverbundes ConSig erlangen konnte. Sie ist in zweierlei Hinsicht ein gutes Beispiel - für den Erfolg einer strukturierten Weiterbildung von Doktoranden/innen und eines von der Medizinischen Fakultät mit Mitteln des Wilhelm-Roux-Programms geförderten Forschungsverbundes. 

Halle, 27. Februar 2013

Text: Prof. Fischer/Institut für Anatomie und Zellbiologie