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08.11.2006

Neue Station für Hüft- und Knieendoprothetik


Besonderer Augenmerk liegt auf der Vorbereitung auf die Operation und die intensive physiotherapeutische Behandlung danach. Die Aufenthaltsdauer im Krankenhaus beträgt durch die minimal-invasive Operationstechnik und die intensive Vor- und Nachbetreuung nur noch fünf Tage. Danach erfolgt die Entlassung in die ambulante oder stationäre Rehabilitation. "Bei einer hohen Qualität der Behandlung wird der Krankenhausaufenthalt verkürzt und gleichzeitig die frühzeitige Rehabilitation der Patienten verbessert", sagt Professor Dr. Werner Hein (Direktor der Universitätsklinik und Poliklinik für Orthopädie und Physikalische Medizin). Bereits am ersten Operationstag können die Patienten aufstehen und erste Gehversuche machen. Ein sehr umfangreiches, krankengymnastisches Übungsprogramm schließt sich vom Operationstag ausgehend an, wobei dieses sowohl gruppendynamisch als auch in der Einzeltherapie absolviert wird. Nur wenn Ärzte, Pflegende und Physiotherapeuten eng zusammenarbeiten, kann solch ein Konzept umgesetzt werden. "Ich bin überzeugt, dass wir damit Erfolg haben", erklärt Professor Hein. Ohne minimal-invasive Operationstechniken wäre solch ein Programm nicht denkbar. Bereits in der Woche vor der Operation absolvieren die Patienten an einem Tag eine theoretische Schulung und ein praktisches Training. "Der Grundgedanke besteht darin, dass die Patienten so vorbereitet zur Operation kommen, dass sie in der Lage sind, innerhalb kürzester Zeit rehabilitiert in die entsprechenden Spezialeinrichtungen zu gehen, so dass der Aufenthalt dort ebenfalls verkürzt werden kann." Damit können die Patienten schneller in ihr gewohntes Lebens- und Arbeitsumfeld zurückkehren, außerdem werden die Kosten im Gesundheitswesen positiv beeinflusst. Jährlich werden in Deutschland etwa 200.000 Hüftgelenke und 150.000 Kniegelenke implantiert. Die Kosten für beide Operationsmethoden betragen zusammen etwa 3,5 Milliarden Euro. In der Vorbereitungsphase soll den Patienten in einer angenehmen Atmosphäre außerdem die Angst vor der Operation und der Rehabilitation genommen werden. Auch niedergelassene Ärzte werden in das neue Behandlungskonzept eng eingebunden. So können niedergelassene Orthopäden ihre Patienten im Universitätsklinikum selbst operieren - wenn sie über eine ausreichende Erfahrung verfügen. Die Ärzte der Universitätsklinik für Orthopädie stehen dabei hilfreich zur Seite. Im Rahmen von Integra bieten die Ersatzkassen im Land Sachsen-Anhalt dieses Programm an. Die Integrierte Versorgung stärkt die Kooperation zwischen Universitätsklinikum und niedergelassenen Ärzten sowie Rehabilitationseinrichtungen auf einem qualitativ hohen Niveau. Je enger diese Bereiche zusammenarbeiten, desto größer sind die Vorteile für den Patienten. Ambulante, stationäre und die rehabilitative Betreuung werden verknüpft. Die Universitätsklinik und Poliklinik für Orthopädie und Physikalische Medizin besitzt einen großen Erfahrungsschatz beim Einsatz neuer Materialien und Operationstechniken. So gilt der Direktor der Klinik, Professor Hein, als einer der Wegbereiter für besonders kleine und schonende Hüftprothesen in Europa.