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19.10.2012

Alternsforschung in den Mittelpunkt rücken

Der Alternsforscher Professor Dr. Andreas Simm aus Halle ist zum Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie und Gerontologie (DGGG) gewählt worden. Die DGGG hat ca. 1200 Mitglieder und vereinigt die Bereiche biogerontologische Grundlagenforschung, geriatrische Medizin, Sozial- und verhaltenswissenschaftliche Gerontologie wie auch Soziale Gerontologie und Altenarbeit. Er übt dieses Amt bis 2014 aus. Obwohl sich in Deutschland sowohl die erste gerontologische Fachgesellschaft wie auch die erste gerontologische Fachzeitschrift gegründet und sich die verschiedenen DGGG-Vorgängergesellschaften seit mehreren Jahrzehnten mit dem Thema Altern beschäftigt haben, werde die Alternsforschung in Deutschland – anders als z.B. in USA, England, Frankreich und Italien – immer noch stiefmütterlich behandelt. „Wir müssen das Thema Altern, auch angesichts des demografischen Wandels, mehr in den Mittelpunkt rücken“, sagt der neue DGGG-Präsident. Er habe sich vorgenommen, das breite Spektrum an gerontologischer Forschung stärker zu verknüpfen. „Unser Ansatz muss die interdisziplinäre Forschung sein, um die klinische und biogerontologische Grundlagenforschung mit den Geisteswissenschaften zu verbinden.“ Gerade in Halle gebe es dafür die besten Voraussetzungen.


Ziel sei es zudem, die gerontologische Aus- und Weiterbildung zu verbessern, um die Nachwuchsförderung auszubauen. Professor Simm kann sich vorstellen, dazu in Halle ein Zentrum anzusiedeln, um die Synergien aus bereits vorhandenen Projekten und Strukturen zu nutzen. 

Der Diplom-Biologie (Studium an der Universität Konstanz, 1980-1985, dort erfolgte 1990 auch die Promotion) ist Forschungsleiter der halleschen Universitätsklinik und Poliklinik für Herz- und Thoraxchirurgie. Diese Tätigkeit führt er bereits seit mehr als zehn Jahren aus. Er ist bundesweit anerkannter Experte auf dem Gebiet des biomedizinischen Alterns. Professor Simm ist unter anderem Direktor des Interdisziplinären Zentrums Altern Halle - Biologie-Medizin-Gesellschaft (IZAH), Leiter des Zentrums für Medizinische Grundlagenforschung (ZMG) und Vizepräsident der europäischen Vereinigung für Vitalität und Aktives Altern (eVAA). Er war lange Leiter der Sektion Experimentelle Gerontologie der DGGG wie auch Leiter der Arbeitsgemeinschaft "Herzerkrankungen im Alter" der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie. Der 52-Jährige wurde vor drei Jahren zum Professor für Molekulare Herz- und Thoraxchirurgie an der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität berufen und ist Mitglied des Forschungsausschusses. Einer seiner Forschungsschwerpunkte ist die Alterung des Herz-Kreislaufsystems durch Zucker-bedingte Proteinmodifikationen.