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Filmreihe "eMERgency in Cinema": „Am Ende eines viel zu kurzen Tages“ steht auf dem Spielplan


Die Filmreihe "eMERgency in Cinema - Medizin, Ethik & Recht im Film" findet am Mittwoch, 21. Juni 2017 2017, um 18 Uhr eine Fortsetzung. Im LuchsKino wird der Film „Am Ende eines viel zu kurzen Tages“ gezeigt.

Donald balanciert auf dem Brückengeländer über einer Autobahn. Er wartet auf einem Bahngleis auf den Zug und springt so spät wie möglich zur Seite. Er zeichnet und lässt immer wieder Skizzen aus seinem Kopf in die Realität einfließen, die dieser mehr Leben, Gefahr und Sex verleihen. Donald ist 15, hat Krebs und durch die Krankheit und die Chemotherapie nicht nur Haare und Gewicht verloren, sondern vor allem die Kontrolle über sein Leben. Er weiß, dass er sterben wird, und ringt um jede Möglichkeit, den Rest seines Lebens selbst zu bestimmen. Dazu gehört vor allem der Wunsch, nicht als Jungfrau zu sterben. Dabei helfen soll ihm ausgerechnet sein Therapeut Adrian King, der Donald aufgrund des schwierigen Verhältnisses mit dessen Eltern betreut. 

Basierend auf dem Roman „Superhero" von Anthony McCarten mischt der Film animierte und reale Szenen, Tag- und Traumwelten zu einer wilden und oftmals schwarzhumorigen Auseinandersetzung mit dem Gefühl, um das eigene Leben betrogen worden zu sein. 

Als Expertin konnte Dr. Sabine Lettrari gewonnen werden. Sie ist Fachärztin für Innere Medizin und Diabetologin. Seit 2005 ist Dr. Lettrari als Oberärztin in der Klinik für Innere Medizin 2 der Ilm-Kreis-Kliniken Arnstadt-Ilmenau tätig.

 Die Filmreihe bietet Gelegenheit, sich anhand der Darstellung verschiedener Themenfelder innerhalb von Spielfilmen, ethischen und rechtlichen Fragen zu widmen, die immer wieder eine wichtige Rolle in klinischer Praxis und medizinischer Forschung spielen. Betroffen davon sind nicht nur einzelne Patienten; medizinische Entwicklungen und die sich daraus ergebenden Kontexte im Zusammenspiel mit Ethik und Recht haben Einfluss auf unsere gesamte Gesellschaft. Insofern werden die im Spannungsfeld der drei Disziplinen aufgeworfenen Aspekte sehr kontrovers diskutiert. 

"eMERgency in Cinema" nimmt die Darstellung dieser Fragestellungen im Kontext der Medizin im Spielfilm in den Blick und spannt einen Bogen von ethischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Fragen des Klonens, der Sterbehilfe, der Patient-Arzt-Beziehung und der Betreuung von Demenzpatienten bis hin zu historischen Hintergründen aktueller Debatten. Jeder Film wird durch eine kurze Einführung und eine anschließende Diskussion begleitet, für die Expert/Innen und Praktiker/Innen aus Medizin, Ethik und Recht gewonnen werden konnten.

Organisiert wird die Reihe durch das Institut für Geschichte und Ethik der Medizin und dem Interdisziplinären Wissenschaftlichen Zentrum Medizin‐Ethik‐Recht der Martin‐Luther‐Universität Halle‐Wittenberg sowie dem Verein meris e. V..

Nächster Termine:

5.7.2017, 18:00 Uhr        NEBEL IM AUGUST mit PD Dr. Maike Rotzoll