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26.09.2018

DFG-Projekt: Zusammenhang zwischen dem Testosteronmangel und der Zunahme des Bauchfetts beim Mann


Wenn Männer an der Krankheit Hypogonadismus (Testosteronmangel) leiden, ist dies häufig auch mit einem vergrößerten Bauchumfang verbunden. Was bisher schon bekannt ist: Ein normaler Testosteronspiegel unterdrückt die Ausreifung neuer Fettzellen. Doch bisher ist unzureichend erforscht, wie das geschieht. Ein neues Projekt von Dr. Thomas Greither und Professor Dr. Hermann Behre vom Zentrum für Reproduktionsmedizin und Andrologie der Universitätsmedizin Halle (Saale) geht dieser Frage nach und wird damit über zwei Jahre mit 165.000 Euro von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt.

„Hypogonadismus bedeutet, dass der Testosteronserumspiegel deutlich unter dem Normbereich liegt und der Patient klinische Symptome und Zeichen eines Testosteronmangels, wie unter Anderem depressive Verstimmungen oder Verlust der Libido, aufweist“, sagt Dr. Thomas Greither vom Zentrum für Andrologie und Reproduktionsmedizin am Universitätsklinikum Halle (Saale). „Wir wissen, dass Testosteron auch auf die Entwicklung sogenannter adulter mesenchymaler Stammzellen wirkt, also auf Zellen des Erwachsenen, die die Fähigkeit haben, sich zu mehreren Zelltypen wie zum Beispiel Muskelzellen, Nervenzellen und Fettzellen zu entwickeln. Wir wissen auch, dass Testosteron die Entwicklung von mesenchymalen Stammzellen zu Fettzellen behindert und die Entwicklung zu Muskelzellen begünstigt. Doch mittels welcher molekularer Mechanismen Testosteron die Fettzellentwicklung behindert, ist bisher unzureichend beforscht.“

In dem Projekt soll die Rolle kleiner regulatorischer RNA-Moleküle, sogenannter microRNAs, bei der Testosteron-bedingten Unterdrückung der Fettzellentwicklung untersucht werden. Dafür werden Zellkulturen mit Testosteron behandelt, die Veränderung der microRNA-Expressionsmuster untersucht und dann auffällige Testosteron-regulierte microRNAs auf ihre Rolle und die zugrundeliegenden Mechanismen bei der Fettzellentwicklung analysiert. Damit sollen in der Kulturschale die Grundlagen des Hypogonadismus untersucht sowie neue Ziele für Therapien gegen die gravierenden Effekte eines verringerten Testosteronspiegels gefunden werden.

Denn, abgesehen von dem persönlichen Wohlbefinden, gibt es gute Gründe für eine medizinische Therapie: Wenn ein Hypogonadismus vorliegt und somit die Gefahr einer Zunahme der viszeralen Fettmasse, also des Bauchfetts, besteht, drohen Folgeerkrankungen. Insbesondere aufgrund dieser Fettansammlungen kann das Risiko für Diabetes mellitus Typ 2, also der erworbene Diabetes, und Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigen.