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19.11.2013

Prognoseabschätzung beim Mundhöhlenkarzinom – MKG-Chirurgen stellen Forschungsergebnisse und neue Behandlungsmethoden vor


Den aktuellen Stand der wichtigsten therapeutischen Optionen bei Tumoren im kieferchirurgischen Bereich zu vermitteln, ist Anlass für das Symposium „Der Tumorpatient im Focus der MKG-Chirurgie“, welches am Samstag, 23. November 2013, zwischen 9 und 14 Uhr im Universitätsklinikum Halle (Saale), Ernst-Grube-Straße 40, Lehrgebäude/Hörsaal, stattfindet. Organisiert wird die Veranstaltung von der halleschen Universitätsklinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und plastische Gesichtschirurgie. Der komm. Direktor, PD Dr. Alexander Eckert, freut sich, dass sich mehr als 180 Ärzte/innen und Zahnärzte/innen aus Sachsen-Anhalt angekündigt haben. Vorgestellt werden dabei auch eigene Forschungsansätze, beispielsweise über eine Methode zur Prognoseabschätzung beim Mundhöhlenkarzinom oder Auswirkungen von Chemotherapeutika auf die Mundhöhle. 

Die Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie behandelt als Grenzgebiet zwischen Medizin und Zahnmedizin eine Vielzahl verschiedener bösartiger Neubildungen bzw. deren Vorstufen. Das Spektrum reicht von der Leukoplakie über das Basalzellkarzinom der Gesichts- und Halshaut bis zum Plattenepithelkarzinom der Mundhöhle. Letzteres ist unter den zehn häufigsten bösartigen Malignomen des Menschen zu finden. Allein in Deutschland ist von etwa 8000 bis 10000 Neuerkrankungen pro Jahr auszugehen. Die chirurgische Therapie obliegt dem Kieferchirurgen (Klinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie). Dennoch werden alle Gebiete der Zahnmedizin in das therapeutische Gesamtkonzept inkludiert. Dies betrifft die Kariesprävention (Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie), die prothetische Rehabilitation (Poliklinik für Prothetik) und im Bedarfsfall auch die Korrektur der Kieferlage zueinander bzw. zur Schädelbasis (Poliklinik für Kieferorthopädie). Trotz Fortschritten in der Diagnostik und der Therapie hat sich die generelle 5-Jahres-Überlebenswahrscheinlichkeit innerhalb der vergangenen Jahre nicht wesentlich gebessert und scheint bei etwa 50 Prozent zu stagnieren. An der Klinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie konnte ein sehr aussichtsreiches Modell einer detaillierten Prognoseabschätzung dieser Tumorentität entwickelt werden. So gelingt es auf Proteinebene, schon zum Zeitpunkt der Diagnosestellung durch Probeexzision wertvolle Rückschlüsse auf das Aggressionsverhalten des Mundhöhlenkarzinoms zu erhalten. Die Therapie könnte dann entsprechend angepasst werden.

Dieses Symposium beschreibt den aktuellen Stand der wichtigsten therapeutischen Optionen bei Tumoren im kieferchirurgischen Bereich und gibt zuletzt einen kleinen Einblick über hoch aktuelle Forschungsansätze und mögliche Therapiestrategien der Zukunft.