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… auf dem Wissenschaftsblog der Universitätsmedizin Halle!

Hier finden Sie in loser Folge aktuelle Berichte aus den Bereichen Forschung und Lehre der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Dazu zählen Interviews, Porträts, Reportagen, aber auch Preisverleihungen und Veranstaltungshinweise.

Der Wissenschaftskalender weist auf Veranstaltungen (in Halle, aber auch außerhalb) primär für Wissenschaftler, medizinische und naturwissenschaftliche Kolleginnen und Kollegen und Studierende hin und kann exportiert werden, beispielsweise in den Outlook- oder Google-Kalender, aber auch iCal von Apple sowie andere Apps. Er kann somit in den eigenen Kalender integriert werden.Für öffentliche Patientenvorlesungen oder Führungen der Universitätsmedizin Halle (Saale) konsultieren Sie bitte diesen Veranstaltungskalender.

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Der Blog ist eine Ergänzung zur Internetpräsenz der Medizinischen Fakultät und des Universitätsklinikums Halle (Saale):
www.medizin.uni-halle.de
www.uk-halle.de

Speed-Dating mit der Wissenschaft: 4. Kongress für Promovierende der Medizinischen Fakultät Halle

Alle zwei Jahre stehen die Doktorandinnen und Doktoranden der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg im Mittelpunkt. Dann bietet ihnen ein eigener Kongress die Möglichkeit, ihre Dissertationsthemen einem größeren Publikum zu präsentieren. Mittlerweile wird der Kongress für Doktorandinnen und Doktoranden zum vierten Mal veranstaltet. Das wissenschaftliche Programm findet am Freitag, dem 10. November ab 9.30 Uhr im Hörsaalgebäude (FG 5/6) am Universitätsklinikum Halle (Saale), Ernst-Grube-Straße 40, statt. Gäste und Interessierte sind willkommen.

„Der Kongress ist so organisiert wie eine offizielle wissenschaftliche Tagung, so dass die Doktoranden erfahren können, worauf es dabei ankommt“, erklärt der Prodekan für Nachwuchsförderung der Medizinischen Fakultät, Professor Dr. Michael Bucher. Das heißt, dass die Nachwuchswissenschaftlicher im Vorfeld kurze Zusammenfassungen ihrer Forschungsprojekte einreichen müssen, ihre Erkenntnisse auf wissenschaftlichen Postern abbilden oder Vorträge vorbereiten müssen, die sie vor ihren Mitstudierenden halten. So, wie es auf wissenschaftlichen Tagungen weltweit üblich ist.

Die insgesamt 92 Vorträge finden dabei in vier jeweils einstündigen Zeitabschnitten statt, wobei immer zwei Sessions parallel in den Hörsälen 1 und 2 stattfinden. Die Referate bilden dabei eine große Bandbreite der an der Medizinischen Fakultät angesiedelten Forschungsschwerpunkte Epidemiologie & Pflegeforschung sowie Molekulare Medizin der Signaltransduktion ab. Nach jeder Vortragssession findet dann im Foyer des Lehrgebäudes eine halbstündige Posterbesichtigung statt. Das genaue Programm und die Vortragsthemen sind hier (rechte Menüleiste, Punkt 5) zu finden. Die Vorträge und Poster werden zudem bewertet und die besten prämiert. Continue reading

Mediziner erhalten Preis für Arbeit über den Zusammenhang von Parodontitis von kardiovaskulären Erkrankungen

Eine Forschergruppe der halleschen Universitätspoliklinik für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie und der Universitätsklinik und Poliklinik für Innere Medizin III des Universitätsklinikums Halle (Saale) ist in Dresden den „DG Paro meridol Preis 2017“ verliehen worden.

apl. Prof. Stefan Reichert (3. v. l.) ist einer der Preisträger.
Foto: DG Paro

Mit dem 2. Platz in der Kategorie Grundlagenforschung ist eine Arbeit unter Federführung des Internisten apl. Prof. Dr. Axel Schlitt (KIM III des UKH und Paracelsus Harz-Klinik Bad Suderode) und des Parodontologen apl. Prof. Dr. Stefan Reichert (Zahnerhaltungskunde und Parodontologie) ausgezeichnet worden. Sie wurde unter dem Titel “Periodontal conditions and incidence of new cardiovascular events among patients with coronary vascular disease“ im Journal of Clinical Periodontology  (doi: 10.1111/jcpe.12611) publiziert.

In der Studie wurden 1002 stationäre Patienten mit koronarer Herzerkrankung parodontologisch untersucht und insgesamt drei Jahre hinsichtlich erneuter kardiovaskulärer Ereignisse (kombinierter Endpunkt: Herzinfarkt, Schlaganfall/TIA, kardialer Tod) beobachtet. Hatten die Patienten eine schwere Parodontitis, das heißt mehr als 30 Prozent der Zähne waren von einem schweren Attachmentverlust betroffen, so war die Inzidenz des kombinierten Endpunktes erhöht (18,9 Prozent versus 14,2 Prozent).

Weiterhin waren die Anzahl fehlender Zähne sowie eine Blutung beim Sondieren der Zahnfleischtaschen mit einem erhöhten Risiko für weitere kardiovaskuläre Ereignisse assoziiert. Eine Zahnpflege mehr als einmal pro Tag sowie die Pflege der Zahnzwischenräume mit Zahnseide/Interdentalbürsten verminderte dagegen dieses Risiko. Nach Adjustierung für traditionelle Risikofaktoren waren die ermittelten Assoziationen jedoch nicht mehr signifikant. Ob Patienten mit einer KHK von einer parodontalen Therapie profitieren könnten, soll in einer Interventionsstudie geprüft werden.

Der DG Paro-Preis wird jährlich von der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie (DGParo) zusammen mit der GABA GmbH vergeben. Ausgezeichnet werden die besten wissenschaftlichen Publikationen auf dem Gebiet der Parodontologie und angrenzender Disziplinen, die im Zeitraum von einem Jahr in einem internationalen wissenschaftlichen Journal veröffentlicht wurden. Eine unabhängige internationale Jury wählte in zwei Kategorien (1. Grundlagenforschung, 2. Klinische Studie) die Preisträger.

„Paper of the Year Award 2017“ der Anatomischen Gesellschaft an Professor Dr. Dr. Horst Claassen verliehen

Vom 22. Bis zum 22. September 2017 fand im Institut für Anatomie und Zellbiologie der Universität Würzburg die 112. Versammlung der Anatomischen Gesellschaft statt. Die diesjährige Versammlung war dem Andenken an den 200. Geburtstag des bekannten Würzburger Anatomen Rudolf Albert von Koelliker gewidmet.

Urkunde „Paper of the Year Award 2017“

Nach Beendigung des offiziellen Vortragsteils am Freitag, dem 22.09.17, wurde Herrn Professor Dr. Dr. Horst Claassen vom Institut für Anatomie und Zellbiologie der Martin-Luther-Universität Halle Wittenberg der „Paper of the Year Award 2017“ der Anatomischen Gesellschaft verliehen. Die Auszeichung erfolgte für die im Journal of Histochemistry & Cyochemistry, Band 65, 2017 erschienene Originalarbeit mit dem Titel „Different patterns of cartilage mineralization analyzed by comparison of human, porcine, and bovine laryngeal cartilages“. Diese Arbeit war einige Monate zuvor schon zum „Paper of the Month“ des Monats Mai 2017 gewählt worden. Jetzt wurde unter 12 „Papers of the month“ das „Paper of the Year“ ausgewählt. Wahlberechtig waren alle auf der 112. Jahresversammlung der Anatomischen Gesellschaft anwesenden Mitglieder. Die Überreichung des Preises erfolgte durch die amtierende Vorsitzende der Anatomischen Gesellschaft, Frau Professor Dr. Kerstin Krieglstein, derzeit gleichzeitig Dekanin der Medizinischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

Öffentlicher Vortrag an der Leopoldina zu 50 Jahren Herztransplantation

„50 Jahre Herztransplantation – Rückblick und Ausblick“ heißt ein öffentlicher Vortrag von Prof. Dr. Bruno Reichart, der am Donnerstag, dem 28. September, von 18 bis 19 Uhr in der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, Jägerberg 1, in Halle gehalten wird. Prof. Dr. Anne Navarrete Santos vom Institut für Anatomie und Zellbiologie der Medizinischen Fakultät der Universität Halle, die vor Ort die Veranstaltung im Rahmen eines EU-Meetings in der Leopoldina organisiert, lädt dazu die interessierte Öffentlichkeit ein.

Reichart gilt als einer der Pioniere der Herztransplantation und ist ein renommierter Forscher auf diesem Gebiet. Er hat im Jahr 1981 seine erste Herztransplantation und im Jahr 1983 als erster in Deutschland eine Herz-Lungen-Transplantation durchgeführt. Der Bundesverdienstkreuzträger war bis 2012 Vorstand des DFG-Sonderforschungsbereichs „Xenotransplantation“ und ist seit 2012 Koordinator des transregionalen DFG-Sonderforschungsbereichs für „Biologie der xenogenen Zell- und Organtransplantation“ an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

In seinem Vortrag wird Bruno Reichart aus persönlicher Sicht, informativ und spannend über die Entwicklung der Herztransplantation referieren. „Reichert ist wie kein anderer kompetent darin, die Geschichte der Herzchirurgie zu erzählen und dem erstaunten Zuhörer einen Ausblick zu geben, wie die Entwicklung in der Herztransplantation weitergehen wird“, sagt Prof. Navarrete Santos.

Der Vortrag wird in deutscher Sprache gehalten und für ausländische Zuhörer simultan auf Englisch übersetzt.

„Genome Editing“ ist Thema der Jahrestagung der Leopoldina

Die Jahrestagung der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, die in Halle ansässig ist, hat diesmal „Genome Editing“ als Thema. Im Ankündigungstext auf der Internetseite der Leopoldina heißt es:

Neue molekularbiologische Methoden, die gezielte Eingriffe in das Erbgut erlauben, sorgen derzeit für einen raschen Wandel der Forschung in Lebenswissenschaften und Medizin. Wissenschaftler unterschiedlicher Fachrichtungen tauschen sich am 22. und 23. September bei der Leopoldina-Jahresversammlung in Halle (Saale) über Chancen und Risiken der Genomchirurgie aus. Ethische, rechtliche und technische Fragen stehen dabei im Vordergrund.

Mit den auch als Genome Editing bekannten Techniken sind vergleichsweise schnelle, präzise und kostengünstige Veränderungen im Erbgut von Pflanzen, Tieren und Menschen möglich. Auf der Jahresversammlung mit dem Titel „Veränderbarkeit des Genoms – Herausforderungen für die Zukunft“ werden Biologen, Mediziner, Juristen und weitere Wissenschaftler über die Grundlagen programmierbarer „Genscheren”, Genome Editing in der klinischen Forschung, Perspektiven der Anwendung sowie gesellschaftliche und rechtliche Perspektiven der neuen Methoden diskutieren.

Unter den Referenten sind die Mikrobiologin Prof. Emmanuelle Charpentier, die mit ihren Erkenntnissen die Grundlage für neue Techniken der Genomchirurgie geschaffen hat, und der Jurist und Medizinethiker Prof. Jochen Taupitz. Weiterhin sprechen die Medizinerin Prof. Bettina Schöne-Seifert, der Genetiker Prof. Robin Lovell-Badge und der Molekularbiologe Prof. Rudolf Jaenisch über die medizinischen und ethischen Aspekte der Genomchirurgie.

Hinweis: Die Anmeldung zur Jahrestagung ist leider nicht mehr möglich, aber es wird einen Live-Stream geben. Weitere Informationen dazu unter: https://www.leopoldina.org/de/veranstaltungen/veranstaltung/event/2449/

Wissenschaftler stellen auf DGN-Kongress innovatives Konzept zur Entstehung von Multipler Sklerose vor

Multiple Sklerose (MS) ist bisher eine unheilbare Krankheit. Um jedoch eines Tages in der Lage zu sein, daran etwas zu ändern, muss mehr Kenntnis darüber herrschen, wodurch sie ausgelöst wird und warum.

„Bisher hat man vor allem den Ansatz verfolgt, dass es sich um eine Fehlleitung des Immunsystems handelt. Zahlreiche Befunde sprechen allerdings gegen die Auffassung, dass MS primär entzündlich entsteht. Vielmehr entwickeln sich Krankheitsherde über längere Zeit ohne Entzündung in Gehirn oder Rückenmark. Erst im Verlauf wandern Entzündungszellen im Sinne eines sekundären Krankheitsgeschehens aus dem Blut in die Krankheitsherde ein. Wir gehen davon aus und forschen dazu seit einigen Jahren, dass Hüllproteine von humanen endogenen Retroviren (HERV) als sogenannte „Superantigene“ der Auslöser der für MS typischen sekundären Entzündungsvorgänge im zentralen Nervensystem sind“, sagt Dr. Alexander Emmer von der Universitäts- und Poliklinik für Neurologie des Universitätsklinikums Halle (Saale). Zusammen mit apl. Professor Dr. Martin S. Staege, Leiter des Forschungslabors der Universitäts- und Poliklinik für Pädiatrie I, apl. Professor Dr. Malte Kornhuber vom Klinikum Sangerhausen und weiteren nationalen und internationalen Wissenschaftlern forscht er zu diesem Ansatz und zu Umweltfaktoren, die diese HERV aktivieren.

Grafik: UKH/Emmer

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Forschende stellen am 21. September Ergebnisse aus vier BMBF-Projekten zum Themenbereich „Pflege und Begleitung älterer Menschen“ vor

Die Sicherstellung einer angemessenen Pflege und Begleitung der älteren Menschen in Deutschland ist ein breit diskutiertes Thema. Das Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg hat hier eines seiner zentralen Forschungsgebiete. Gleich vier vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Forschungsprojekte, die seit 2014 am Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft durchgeführt wurden, sind nun beendet. Dafür hatte das Institut vom BMBF rund 1,3 Millionen Euro erhalten.

Die Ergebnisse aller vier Projekte stellen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am 21. September 2017, von 10 bis etwa 16 Uhr, in einzelnen Vorträgen auf der Abschlussveranstaltung auf dem Medizin-Campus Steintor, Magdeburger Straße 24 (ehemalige Universitätsfrauenklinik) in Halle vor.

Die Veranstaltung beginnt um 10 Uhr mit der Begrüßung seitens der Institutsleiterin Frau Prof. Dr. Gabriele Meyer, die den gesamten Tag über zudem in moderierender Funktion agiert. Für alle Projektvorstellungen, die etwa 30 bis 45 Minuten dauern werden, ist jeweils auch Diskussionszeit vorgesehen, um den Austausch untereinander zu ermöglichen.

Um 10.30 Uhr folgt die erste Ergebnis-Präsentation zum Projekt „IMPRINT“, in dem es um die Vermeidung von freiheitseinschränkenden Maßnahmen in Pflegeheimen ging. Nach einer kurzen Pause schließt sich um 11.45 Uhr die Ergebnis-Präsentation zu „EPCentCare“ an, das die Reduktion von Antipsychotika in Pflegeheimen als Forschungsgegenstand hatte. Passend zum Weltalzheimertag folgen um 13.30 Uhr die Ergebnisse zum Projekt „Actifcare“, das Wege zur professionellen Unterstützung und Pflege bei Demenz untersucht hat und um 14.30 Uhr die Präsentation der Ergebnisse aus „JointConImprove“, einem Projekt, das die Verbesserung sozialer Teilhabe und Lebensqualität von Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohnern mit Gelenkkontrakturen, also Funktions- und Bewegungseinschränkungen, als Thema hatte.

Zu guter Letzt wird als Abschluss der Veranstaltung noch ein Ausblick gegeben, was zukünftig in diesem Forschungsbereich aus dem halleschen Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft zu erwarten ist, denn vielen der abgeschlossenen Projekte folgten weitere.

An der Veranstaltung am 21. September nehmen neben den an den Projekten beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Pflegeheimen teil, die als Praxispartner involviert waren. Außerdem sind Vertreterinnen und Vertreter aus den Fachbereichen Gesundheit und Soziales der Stadt Halle angemeldet.

Weitere Informationen sind auf den Seiten des Institutes www.medizin.uni-halle.de/pflegewissenschaft erhältlich.

Wissenschaftliches Symposium anlässlich des 65. Geburtstages des Anatomen Professor Dr. Dr. Horst Claassen

Prof. Claassen vor dem Institut für Pathologie

Anlässlich seines 65. Geburtstags am 14. September 2017 hat Professor Dr. Dr. Horst Claassen vom Institut für Anatomie und Zellbiologie der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg zu einem wissenschaftlichen Symposium mit anschließendem festlichem Essen eingeladen.

Der Vortragsteil fand am 16. September 2017 im Großen Hörsaal des Instituts für Pathologie statt. Die Beiträge der eingeladenen Redner spiegelten die Forschungsschwerpunkte von Professor Claassen wider. Nach der Begrüßung eröffnete Claassen den wissenschaftlichen Teil mit einem Vortrag zum „Einfluß von Östrogenen auf den Gelenkknorpel“. Wichtigstes Ergebnis war, daß Knorpel abbauende Enzyme, die sogenannten Matrix-Metalloproteinasen, unter dem Einfluss physiologischer Östrogendosen supprimiert werden. Continue reading

Dissertationspreis für Doktorandin des Instituts für Medizinische Soziologie

Irene Moor

Irene Moor forscht seit Jahren zusammen mit Professor Dr. Matthias Richter am Institut für Medizinische Soziologie der Medizinischen Fakultät der Universität Halle zum Thema Jugendgesundheit. Die Doktorandin hat mit ihrer Dissertation, die sie im Rahmen und auf Datengrundlage der HBSC-Studie aus bis zu fünf Jahren (1994, 1998, 2002, 2006, 2010) verfasst hat, nun den 2. Platz beim Innovationspreis zum Thema „Armut und Gesundheit“ der BBK Süd erhalten. Der Innovationspreis ist insgesamt mit 5.000 Euro dotiert. Die Preisverleihung fand im Rahmen des Thementages Gesundheit in Frankfurt/Main statt.

Ziel ihrer Doktorarbeit war die Beschreibung gesundheitlicher Ungleichheiten im Jugendalter im Zeitverlauf sowie die Erklärung gesundheitlicher Ungleichheiten durch materielle, psychosoziale und verhaltensbezogene Faktoren zu analysieren. Denn, so begründet Moor: „Soziale Ungleichheiten in der Gesundheit von Heranwachsenden haben maßgeblichen Einfluss auf die zukünftigen Gesundheitschancen. Das Monitoring dieser Ungleichheiten ist essentiell, um zu überprüfen, ob sich Problemlagen weiter verschärfen oder ob bisherige (sozial-)politische Maßnahmen zur Verringerung dieser Ungleichheiten Wirkung zeigen. Dabei müssen Maßnahmen bei den Ursachen der Ungleichheiten ansetzen, v.a. haben sich materielle, psychosoziale und verhaltensbezogene Faktoren als zentrale Ansätze erwiesen.“

In ihrer Dissertation ist sie zu dem Ergebnis gekommen, dass sich „sowohl in Deutschland als auch im europäischen und nordamerikanischen Raum […] gesundheitliche Ungleichheiten im Jugendalter [zeigen], die in den letzten zwei Jahrzehnten in der Mehrheit der betrachteten europäischen Länder konstant geblieben sind bzw. sich in einigen Ländern vergrößert haben. Materielle, psychosoziale und verhaltensbezogene Faktoren können einen großen Teil der gesundheitlichen Ungleichheiten im Jugendalter erklären. Den materiellen Lebensumständen wird die größte Relevanz zugeschrieben, da diese nicht nur direkt auf die Gesundheit wirken, sondern auch indirekt über psychosoziale Faktoren und das Gesundheitsverhalten.“

 

Finale einer 135-jährigen Geschichte: Zahnklinik der halleschen Universitätsmedizin wird am neuen Standort eingeweiht

Das Durchschneiden des Bandes im studentischen Behandlungssaal durch Ministerpräsident Reiner Haseloff markierte die offizielle Einweihung der neuen Zahnklinik.
Fotos: Fotostelle UKH

Kurz vor halb 6 am Abend ist der große Moment gekommen: Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff greift zur Schere, fordert die beiden Studentinnen auf „rutscht ran hier“ und durchschneidet begleitet vom Klicken der Kameras das glänzend-rote Band. Die hallesche Zahnklinik ist damit am neuen Standort auf dem Medizin-Campus Steintor in der Magdeburger Straße offiziell eingeweiht. Der feierliche Akt setzte den Schlussakzent an eine nervenaufreibende Zeit.

2012 ist das Schicksalsjahr für die hallesche Zahnklinik gewesen. Ein großer Wasserschaden am alten Standort in der Großen Steinstraße führte zu der Frage: Wie soll es weitergehen? Dass diese zu einer existenziellen Bedrohung für die gesamte hallesche Universitätsmedizin werden sollte, machte die kommende Zeit aufreibend, weckte aber auch den Kampfgeist, der 2013 unter dem Motto „Halle bleibt!“ sichtbar wurde.

Daran erinnerten der Ärztliche Direktor des Universitätsklinikums Halle (Saale) PD Dr. Thomas Klöss, Ministerpräsident Haseloff, der Dekan der Medizinischen Fakultät Prof. Dr. Michael Gekle, der Vizepräsident der sachsen-anhaltischen Zahnärztekammer Dipl.-Stom. Maik Pietsch, die Präsidentin der Ärztekammer Dr. Simone Heinemann-Meerz und der Chef des Departments für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde Prof. Dr. Hans-Günter Schaller in ihren Reden. Continue reading