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… auf dem Wissenschaftsblog der Universitätsmedizin Halle!

Hier finden Sie in loser Folge aktuelle Berichte aus den Bereichen Forschung und Lehre der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Dazu zählen Interviews, Porträts, Reportagen, aber auch Preisverleihungen und Veranstaltungshinweise.

Der Wissenschaftskalender weist auf Veranstaltungen (in Halle, aber auch außerhalb) primär für Wissenschaftler, medizinische und naturwissenschaftliche Kolleginnen und Kollegen und Studierende hin und kann exportiert werden, beispielsweise in den Outlook- oder Google-Kalender, aber auch iCal von Apple sowie andere Apps. Er kann somit in den eigenen Kalender integriert werden.Für öffentliche Patientenvorlesungen oder Führungen der Universitätsmedizin Halle (Saale) konsultieren Sie bitte diesen Veranstaltungskalender.

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Der Blog ist eine Ergänzung zur Internetpräsenz der Medizinischen Fakultät und des Universitätsklinikums Halle (Saale):
www.medizin.uni-halle.de
www.uk-halle.de

Medizinische Soziologie erhält „@ward 2017“ für Projekte in der Konzeptionsphase

Im Rahmen des #8 OpenLLZ ist am 21. November 2017 zum vierten Mal der @ward – Preis für multimediales Lehren und Lernen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg verliehen worden. Den Konzeptpreis haben in diesem Jahr Dr. Astrid Fink und Olaf Martin unterstützt von Prof. Dr. Matthias Richter vom Institut für Medizinische Soziologie der Medizinischen Fakultät der MLU für ihr Konzept für das Seminar „Medizinische Soziologie“ erhalten.

Preisträger Dr. Astrid Fink und Olaf Martin

Bei dem Konzept handelt es sich um eine Neukonzipierung beziehungsweise Erweiterung eines bereits mehrfach durchgeführten sogenannten „Blended-Learnings“ für das Seminar, das sich durch eine starke Verzahnung von Präsenz- und Online-Phasen auszeichnet. Die Studierenden können sich mittels multimedialer E-Learning-Module Grundlageninhalte erarbeiten und diese dann mit Tests überprüfen.

In darauffolgenden Präsenzsitzungen können dann die Modulinhalte dann vertieft werden. Die Besonderheit des Konzepts liegt vor allem in der intensiveren Betreuung und Unterstützung der Studierenden Zukünftig sollen mit einem an das jeweilige Vorwissen der Studierenden angepassten Einstieg in die dargebotenen Online-Inhalte die Aspekte studentischer Heterogenität berücksichtigt und die Lernmotivation gefördert werden.

„Ich habe über das LLZ eine sehr gute Weiterbildungsreihe absolviert, die ich gern auch weiterempfehle für andere Lehrende unserer Fakultät. Das, was ich dort gelernt und auch bei unseren Studierenden ausprobiert habe, ist bisher sehr gut angekommen“, sagt Fink. Das Konzept, für das es nun den Preis gegeben habe, sei der Abschluss der Weiterbildung gewesen. Ihr und ihrem Kollegen Olaf Martin, der ebenso intensiv daran mitgearbeitet habe, sei dann empfohlen worden, das Konzept für den Preis einzureichen.

„Wir nutzen seit rund drei Jahren E-Learning-Inhalte im Seminar und haben diese auch mithilfe von Evaluationen ständig weiterentwickelt“, erzählt Fink. Allerdings werde E-Learning auch sehr intensiv und teils auch länger an anderen Fakultäten der MLU eingesetzt, so dass man sich umso mehr gefreut habe, dass der Preis nun an das Institut für Medizinische Soziologie gegangen sei.

Der „@ward – Preis für multimediales Lehren und Lernen“ wird im Rahmen des Innovationsprojektes „Studium multimedial“ von der Martin-Luther-Universität in den Kategorien „Multimedial gestützte Lehrveranstaltung“ und „Projekte in der Konzeptionsphase“ vergeben. Der Preis soll das besondere Engagement der Lehrenden in der Entwicklung und im Einsatz multimedialer Lehrkonzepte und -methoden fördern und honorieren.

Beide Preise sind mit einer Finanzierung je einer wissenschaftlichen Hilfskraft mit 40 Stunden pro Monat für ein Semester dotiert, die die Lehrenden bei der Umsetzung des eingereichten Konzeptes beziehungsweise bei der Weiterentwicklung des bestehenden Multimedia-Angebotes unterstützt. „Wir möchten in dem Zusammenhang Inhalte umsetzen, die uns noch fehlen. Dazu zählt beispielsweise, dass wir Lernmaterial, wie unter anderem unsere Filme zu Arzt-Patienten-Situationen und -Kommunikation, umfangreicher in die E-Learning-Module einbinden möchten und in der Konsequenz auch das praktische Wissen besser abprüfen können“, sagt Fink. Außerdem wolle man umfassende Evaluationen erstellen und diese auswerten, um den Wissens- und Fertigkeitenzuwachs bei den Studierenden belegen zu können.

Der Text ist mit Inhalten von https://blog.llz.uni-halle.de/2017/11/ward-preistraeger-2017 erstellt worden.

Nachwuchswissenschaftler in der Strahlentherapie erhält Graduierten-Stipendium über 8.000 Euro

Dekan Prof. Dr. Michael Gekle, Stipendiat Dr. Christian Ostheimer und Prodekan für Nachwuchsförderung, Prof. Dr. Michael Bucher
Foto: Zentrale Fotostelle UKH

Der Nachwuchswissenschaftler Dr. med. Christian Ostheimer hat ein mit 8.000 Euro dotiertes, einjähriges Graduiertenstipendium der „Novartis-Stiftung für therapeutische Forschung“ erhalten. Die Urkunde dazu wurde dem Assistenzarzt an der Universitäts- und Poliklinik für Strahlenmedizin des Universitätsklinikums Halle (Saale) während der feierlichen Doktorandenverabschiedung im Löwengebäude der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) übergeben.

Ostheimer hat an der MLU Humanmedizin studiert. Seine Promotion auf dem Gebiet der Sauerstoffversorgung maligner Tumore in der Strahlentherapie schloss er mit dem Prädikat „summa cum laude“ ab. Seit April 2016 forscht Ostheimer in Halle im Rahmen des „Clinical Scientist Programms“ der Medizinischen Fakultät in seiner Habiltationsarbeit im Bereich der translationalen Radioonkologie zum Thema „Kombination von Radiotherapie und Immuntherapie“.

Derzeit absolviert der Arzt einen Forschungsaufenthalt am englischen „Oxford Institute of Radiation Oncology“. Dort untersucht er zellulaere Mechanismen der Tumorhypoxie in der Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Ester Hammond und wird die letzte Phase seiner Habilitation abschließen.

Neben der klinischen und experimentellen Forschung ist Ostheimer sehr engagiert im akademischen Bereich, u.a. ist er Sprecher der Nachwuchsgruppe der deutschen Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) und Vertreter der deutschen Nachwuchsradioonkologen in der „European Organisation for Research and Treatment of Cancer“ (EORTC). Seine Publikationsleistung vbeträgt aktuell 15 Artikel in nationalen beziehungsweise internationalen wissenschaftlichen Fachjournalen als Erst- bzw. Co-Autor. „Das Stipendium wird nun in meine Forschungsarbeit einfließen“, sagt Ostheimer.

Das Stipendium diene als Instrument der Leistungsanerkennung und Motivationssteigerung des wissenschaftlichen Nachwuchses, heißt es seitens der geldgebenden Stiftung. Es richte sich an jüngere Forscher, die noch am
Anfang ihrer wissenschaftlichen Karriere stehen, aber bereits durch herausragende
Leistungen auf sich aufmerksam gemacht haben.

Dr. Christian Ostheimer ist der zweite Stipendiat der Stiftung an der Medizinischen Fakultät Halle, im kommenden Jahr wird noch eine dritte Nachwuchswissenschaftlerin oder ein Nachwuchswissenschaftler in den Genuss der Förderung kommen, heißt es aus dem Prodekant für Nachwuchsförderung der Medizinischen Fakultät. Damit zählt die hallesche Fakultät zu den fünf von der Stiftung ausgewählten, die drei Jahre in Folge das einjährige Stipendium vergeben können.

Speed-Dating mit der Wissenschaft: 4. Kongress für Promovierende der Medizinischen Fakultät Halle

Alle zwei Jahre stehen die Doktorandinnen und Doktoranden der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg im Mittelpunkt. Dann bietet ihnen ein eigener Kongress die Möglichkeit, ihre Dissertationsthemen einem größeren Publikum zu präsentieren. Mittlerweile wird der Kongress für Doktorandinnen und Doktoranden zum vierten Mal veranstaltet. Das wissenschaftliche Programm findet am Freitag, dem 10. November ab 9.30 Uhr im Hörsaalgebäude (FG 5/6) am Universitätsklinikum Halle (Saale), Ernst-Grube-Straße 40, statt. Gäste und Interessierte sind willkommen.

„Der Kongress ist so organisiert wie eine offizielle wissenschaftliche Tagung, so dass die Doktoranden erfahren können, worauf es dabei ankommt“, erklärt der Prodekan für Nachwuchsförderung der Medizinischen Fakultät, Professor Dr. Michael Bucher. Das heißt, dass die Nachwuchswissenschaftlicher im Vorfeld kurze Zusammenfassungen ihrer Forschungsprojekte einreichen müssen, ihre Erkenntnisse auf wissenschaftlichen Postern abbilden oder Vorträge vorbereiten müssen, die sie vor ihren Mitstudierenden halten. So, wie es auf wissenschaftlichen Tagungen weltweit üblich ist.

Die insgesamt 92 Vorträge finden dabei in vier jeweils einstündigen Zeitabschnitten statt, wobei immer zwei Sessions parallel in den Hörsälen 1 und 2 stattfinden. Die Referate bilden dabei eine große Bandbreite der an der Medizinischen Fakultät angesiedelten Forschungsschwerpunkte Epidemiologie & Pflegeforschung sowie Molekulare Medizin der Signaltransduktion ab. Nach jeder Vortragssession findet dann im Foyer des Lehrgebäudes eine halbstündige Posterbesichtigung statt. Das genaue Programm und die Vortragsthemen sind hier (rechte Menüleiste, Punkt 5) zu finden. Die Vorträge und Poster werden zudem bewertet und die besten prämiert. Continue reading

Mediziner erhalten Preis für Arbeit über den Zusammenhang von Parodontitis von kardiovaskulären Erkrankungen

Eine Forschergruppe der halleschen Universitätspoliklinik für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie und der Universitätsklinik und Poliklinik für Innere Medizin III des Universitätsklinikums Halle (Saale) ist in Dresden den „DG Paro meridol Preis 2017“ verliehen worden.

apl. Prof. Stefan Reichert (3. v. l.) ist einer der Preisträger.
Foto: DG Paro

Mit dem 2. Platz in der Kategorie Grundlagenforschung ist eine Arbeit unter Federführung des Internisten apl. Prof. Dr. Axel Schlitt (KIM III des UKH und Paracelsus Harz-Klinik Bad Suderode) und des Parodontologen apl. Prof. Dr. Stefan Reichert (Zahnerhaltungskunde und Parodontologie) ausgezeichnet worden. Sie wurde unter dem Titel “Periodontal conditions and incidence of new cardiovascular events among patients with coronary vascular disease“ im Journal of Clinical Periodontology  (doi: 10.1111/jcpe.12611) publiziert.

In der Studie wurden 1002 stationäre Patienten mit koronarer Herzerkrankung parodontologisch untersucht und insgesamt drei Jahre hinsichtlich erneuter kardiovaskulärer Ereignisse (kombinierter Endpunkt: Herzinfarkt, Schlaganfall/TIA, kardialer Tod) beobachtet. Hatten die Patienten eine schwere Parodontitis, das heißt mehr als 30 Prozent der Zähne waren von einem schweren Attachmentverlust betroffen, so war die Inzidenz des kombinierten Endpunktes erhöht (18,9 Prozent versus 14,2 Prozent).

Weiterhin waren die Anzahl fehlender Zähne sowie eine Blutung beim Sondieren der Zahnfleischtaschen mit einem erhöhten Risiko für weitere kardiovaskuläre Ereignisse assoziiert. Eine Zahnpflege mehr als einmal pro Tag sowie die Pflege der Zahnzwischenräume mit Zahnseide/Interdentalbürsten verminderte dagegen dieses Risiko. Nach Adjustierung für traditionelle Risikofaktoren waren die ermittelten Assoziationen jedoch nicht mehr signifikant. Ob Patienten mit einer KHK von einer parodontalen Therapie profitieren könnten, soll in einer Interventionsstudie geprüft werden.

Der DG Paro-Preis wird jährlich von der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie (DGParo) zusammen mit der GABA GmbH vergeben. Ausgezeichnet werden die besten wissenschaftlichen Publikationen auf dem Gebiet der Parodontologie und angrenzender Disziplinen, die im Zeitraum von einem Jahr in einem internationalen wissenschaftlichen Journal veröffentlicht wurden. Eine unabhängige internationale Jury wählte in zwei Kategorien (1. Grundlagenforschung, 2. Klinische Studie) die Preisträger.

„Paper of the Year Award 2017“ der Anatomischen Gesellschaft an Professor Dr. Dr. Horst Claassen verliehen

Vom 22. Bis zum 22. September 2017 fand im Institut für Anatomie und Zellbiologie der Universität Würzburg die 112. Versammlung der Anatomischen Gesellschaft statt. Die diesjährige Versammlung war dem Andenken an den 200. Geburtstag des bekannten Würzburger Anatomen Rudolf Albert von Koelliker gewidmet.

Urkunde „Paper of the Year Award 2017“

Nach Beendigung des offiziellen Vortragsteils am Freitag, dem 22.09.17, wurde Herrn Professor Dr. Dr. Horst Claassen vom Institut für Anatomie und Zellbiologie der Martin-Luther-Universität Halle Wittenberg der „Paper of the Year Award 2017“ der Anatomischen Gesellschaft verliehen. Die Auszeichung erfolgte für die im Journal of Histochemistry & Cyochemistry, Band 65, 2017 erschienene Originalarbeit mit dem Titel „Different patterns of cartilage mineralization analyzed by comparison of human, porcine, and bovine laryngeal cartilages“. Diese Arbeit war einige Monate zuvor schon zum „Paper of the Month“ des Monats Mai 2017 gewählt worden. Jetzt wurde unter 12 „Papers of the month“ das „Paper of the Year“ ausgewählt. Wahlberechtig waren alle auf der 112. Jahresversammlung der Anatomischen Gesellschaft anwesenden Mitglieder. Die Überreichung des Preises erfolgte durch die amtierende Vorsitzende der Anatomischen Gesellschaft, Frau Professor Dr. Kerstin Krieglstein, derzeit gleichzeitig Dekanin der Medizinischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

Öffentlicher Vortrag an der Leopoldina zu 50 Jahren Herztransplantation

„50 Jahre Herztransplantation – Rückblick und Ausblick“ heißt ein öffentlicher Vortrag von Prof. Dr. Bruno Reichart, der am Donnerstag, dem 28. September, von 18 bis 19 Uhr in der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, Jägerberg 1, in Halle gehalten wird. Prof. Dr. Anne Navarrete Santos vom Institut für Anatomie und Zellbiologie der Medizinischen Fakultät der Universität Halle, die vor Ort die Veranstaltung im Rahmen eines EU-Meetings in der Leopoldina organisiert, lädt dazu die interessierte Öffentlichkeit ein.

Reichart gilt als einer der Pioniere der Herztransplantation und ist ein renommierter Forscher auf diesem Gebiet. Er hat im Jahr 1981 seine erste Herztransplantation und im Jahr 1983 als erster in Deutschland eine Herz-Lungen-Transplantation durchgeführt. Der Bundesverdienstkreuzträger war bis 2012 Vorstand des DFG-Sonderforschungsbereichs „Xenotransplantation“ und ist seit 2012 Koordinator des transregionalen DFG-Sonderforschungsbereichs für „Biologie der xenogenen Zell- und Organtransplantation“ an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

In seinem Vortrag wird Bruno Reichart aus persönlicher Sicht, informativ und spannend über die Entwicklung der Herztransplantation referieren. „Reichert ist wie kein anderer kompetent darin, die Geschichte der Herzchirurgie zu erzählen und dem erstaunten Zuhörer einen Ausblick zu geben, wie die Entwicklung in der Herztransplantation weitergehen wird“, sagt Prof. Navarrete Santos.

Der Vortrag wird in deutscher Sprache gehalten und für ausländische Zuhörer simultan auf Englisch übersetzt.

„Genome Editing“ ist Thema der Jahrestagung der Leopoldina

Die Jahrestagung der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, die in Halle ansässig ist, hat diesmal „Genome Editing“ als Thema. Im Ankündigungstext auf der Internetseite der Leopoldina heißt es:

Neue molekularbiologische Methoden, die gezielte Eingriffe in das Erbgut erlauben, sorgen derzeit für einen raschen Wandel der Forschung in Lebenswissenschaften und Medizin. Wissenschaftler unterschiedlicher Fachrichtungen tauschen sich am 22. und 23. September bei der Leopoldina-Jahresversammlung in Halle (Saale) über Chancen und Risiken der Genomchirurgie aus. Ethische, rechtliche und technische Fragen stehen dabei im Vordergrund.

Mit den auch als Genome Editing bekannten Techniken sind vergleichsweise schnelle, präzise und kostengünstige Veränderungen im Erbgut von Pflanzen, Tieren und Menschen möglich. Auf der Jahresversammlung mit dem Titel „Veränderbarkeit des Genoms – Herausforderungen für die Zukunft“ werden Biologen, Mediziner, Juristen und weitere Wissenschaftler über die Grundlagen programmierbarer „Genscheren”, Genome Editing in der klinischen Forschung, Perspektiven der Anwendung sowie gesellschaftliche und rechtliche Perspektiven der neuen Methoden diskutieren.

Unter den Referenten sind die Mikrobiologin Prof. Emmanuelle Charpentier, die mit ihren Erkenntnissen die Grundlage für neue Techniken der Genomchirurgie geschaffen hat, und der Jurist und Medizinethiker Prof. Jochen Taupitz. Weiterhin sprechen die Medizinerin Prof. Bettina Schöne-Seifert, der Genetiker Prof. Robin Lovell-Badge und der Molekularbiologe Prof. Rudolf Jaenisch über die medizinischen und ethischen Aspekte der Genomchirurgie.

Hinweis: Die Anmeldung zur Jahrestagung ist leider nicht mehr möglich, aber es wird einen Live-Stream geben. Weitere Informationen dazu unter: https://www.leopoldina.org/de/veranstaltungen/veranstaltung/event/2449/

Wissenschaftler stellen auf DGN-Kongress innovatives Konzept zur Entstehung von Multipler Sklerose vor

Multiple Sklerose (MS) ist bisher eine unheilbare Krankheit. Um jedoch eines Tages in der Lage zu sein, daran etwas zu ändern, muss mehr Kenntnis darüber herrschen, wodurch sie ausgelöst wird und warum.

„Bisher hat man vor allem den Ansatz verfolgt, dass es sich um eine Fehlleitung des Immunsystems handelt. Zahlreiche Befunde sprechen allerdings gegen die Auffassung, dass MS primär entzündlich entsteht. Vielmehr entwickeln sich Krankheitsherde über längere Zeit ohne Entzündung in Gehirn oder Rückenmark. Erst im Verlauf wandern Entzündungszellen im Sinne eines sekundären Krankheitsgeschehens aus dem Blut in die Krankheitsherde ein. Wir gehen davon aus und forschen dazu seit einigen Jahren, dass Hüllproteine von humanen endogenen Retroviren (HERV) als sogenannte „Superantigene“ der Auslöser der für MS typischen sekundären Entzündungsvorgänge im zentralen Nervensystem sind“, sagt Dr. Alexander Emmer von der Universitäts- und Poliklinik für Neurologie des Universitätsklinikums Halle (Saale). Zusammen mit apl. Professor Dr. Martin S. Staege, Leiter des Forschungslabors der Universitäts- und Poliklinik für Pädiatrie I, apl. Professor Dr. Malte Kornhuber vom Klinikum Sangerhausen und weiteren nationalen und internationalen Wissenschaftlern forscht er zu diesem Ansatz und zu Umweltfaktoren, die diese HERV aktivieren.

Grafik: UKH/Emmer

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Forschende stellen am 21. September Ergebnisse aus vier BMBF-Projekten zum Themenbereich „Pflege und Begleitung älterer Menschen“ vor

Die Sicherstellung einer angemessenen Pflege und Begleitung der älteren Menschen in Deutschland ist ein breit diskutiertes Thema. Das Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg hat hier eines seiner zentralen Forschungsgebiete. Gleich vier vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Forschungsprojekte, die seit 2014 am Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft durchgeführt wurden, sind nun beendet. Dafür hatte das Institut vom BMBF rund 1,3 Millionen Euro erhalten.

Die Ergebnisse aller vier Projekte stellen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am 21. September 2017, von 10 bis etwa 16 Uhr, in einzelnen Vorträgen auf der Abschlussveranstaltung auf dem Medizin-Campus Steintor, Magdeburger Straße 24 (ehemalige Universitätsfrauenklinik) in Halle vor.

Die Veranstaltung beginnt um 10 Uhr mit der Begrüßung seitens der Institutsleiterin Frau Prof. Dr. Gabriele Meyer, die den gesamten Tag über zudem in moderierender Funktion agiert. Für alle Projektvorstellungen, die etwa 30 bis 45 Minuten dauern werden, ist jeweils auch Diskussionszeit vorgesehen, um den Austausch untereinander zu ermöglichen.

Um 10.30 Uhr folgt die erste Ergebnis-Präsentation zum Projekt „IMPRINT“, in dem es um die Vermeidung von freiheitseinschränkenden Maßnahmen in Pflegeheimen ging. Nach einer kurzen Pause schließt sich um 11.45 Uhr die Ergebnis-Präsentation zu „EPCentCare“ an, das die Reduktion von Antipsychotika in Pflegeheimen als Forschungsgegenstand hatte. Passend zum Weltalzheimertag folgen um 13.30 Uhr die Ergebnisse zum Projekt „Actifcare“, das Wege zur professionellen Unterstützung und Pflege bei Demenz untersucht hat und um 14.30 Uhr die Präsentation der Ergebnisse aus „JointConImprove“, einem Projekt, das die Verbesserung sozialer Teilhabe und Lebensqualität von Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohnern mit Gelenkkontrakturen, also Funktions- und Bewegungseinschränkungen, als Thema hatte.

Zu guter Letzt wird als Abschluss der Veranstaltung noch ein Ausblick gegeben, was zukünftig in diesem Forschungsbereich aus dem halleschen Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft zu erwarten ist, denn vielen der abgeschlossenen Projekte folgten weitere.

An der Veranstaltung am 21. September nehmen neben den an den Projekten beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Pflegeheimen teil, die als Praxispartner involviert waren. Außerdem sind Vertreterinnen und Vertreter aus den Fachbereichen Gesundheit und Soziales der Stadt Halle angemeldet.

Weitere Informationen sind auf den Seiten des Institutes www.medizin.uni-halle.de/pflegewissenschaft erhältlich.

Wissenschaftliches Symposium anlässlich des 65. Geburtstages des Anatomen Professor Dr. Dr. Horst Claassen

Prof. Claassen vor dem Institut für Pathologie

Anlässlich seines 65. Geburtstags am 14. September 2017 hat Professor Dr. Dr. Horst Claassen vom Institut für Anatomie und Zellbiologie der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg zu einem wissenschaftlichen Symposium mit anschließendem festlichem Essen eingeladen.

Der Vortragsteil fand am 16. September 2017 im Großen Hörsaal des Instituts für Pathologie statt. Die Beiträge der eingeladenen Redner spiegelten die Forschungsschwerpunkte von Professor Claassen wider. Nach der Begrüßung eröffnete Claassen den wissenschaftlichen Teil mit einem Vortrag zum „Einfluß von Östrogenen auf den Gelenkknorpel“. Wichtigstes Ergebnis war, daß Knorpel abbauende Enzyme, die sogenannten Matrix-Metalloproteinasen, unter dem Einfluss physiologischer Östrogendosen supprimiert werden. Continue reading